15.000 Quadratmeter brennen
Feldbrand bei Köln: Feuerwehr mit 80 Kräften im Großeinsatz
Aktualisiert am 16.07.2026 – 06:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein riesiges Feld bei Köln steht in Flammen, 80 Einsatzkräfte rücken an. Dann greift ein Landwirt zu einem ungewöhnlichen Mittel gegen das Feuer.
Eine weithin sichtbare Rauchsäule über einem Feld hat am Mittwochnachmittag (15. Juli) einen Großeinsatz der Feuerwehr nahe Köln ausgelöst. Südlich von Pulheim-Sinnersdorf war ein Stoppelfeld in Brand geraten – die Rauchentwicklung war so stark, dass der Einsatzleiter sie bereits während der Anfahrt erkennen konnte. Er ließ umgehend weitere Kräfte aus dem gesamten Stadtgebiet anrücken.
Kurz vor 17 Uhr waren zunächst der Löschzug Pulheim und Stommeln sowie die Feuerwehrleute der hauptamtlichen Wache aus Pulheim ausgerückt. Vor Ort stand nach Angaben der Feuerwehr eine rund 15.000 Quadratmeter große Fläche in Flammen. Das Feuer bedrohte an zwei Seiten angrenzende Bereiche mit Bäumen und Buschwerk, die von den Einsatzkräften gesichert werden mussten.
80 Rettungskräfte im Einsatz
Weil die Löscharbeiten voraussichtlich große Mengen Wasser erfordern würden, forderte die Einsatzleitung zusätzlich Tanklösch- und Tankfahrzeuge aus Kerpen und Frechen zur Wasserversorgung an. Die Kräfte aus Kerpen konnten allerdings noch vor ihrem Eintreffen wieder abbestellt werden: Zwischenzeitlich war es gelungen, eine erste Wasserleitung vom Ortsrand bis zur Brandstelle aufzubauen.

Insgesamt 80 Einsatzkräfte waren unter Leitung von Brandoberinspektor Guido Bruckmann im Einsatz und brachten neun Löschfahrzeuge aus dem Stadtgebiet zusammen. Einige davon waren eigens für Vegetationsbrände ausgerüstet, etwa mit einem Frontsprühbalken, teilte die Feuerwehr mit. Weitere Einsatzkräfte gingen mit handgeführten Rohren und Feuerpatschen gegen die Flammen vor. Nach gut 40 Minuten hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.
Feuerwehr warnt wegen Trockenheit vor Brandgefahr
Unterstützung kam zudem von einem Landwirt: Er bearbeitete das abgebrannte Stoppelfeld mit seinem Grubber – einem Gerät zur Lockerung des Bodens – und trug so dazu bei, ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Gegen 18.15 Uhr meldete die Einsatzleitung, dass der Brand vollständig gelöscht war.
Angesichts der warmen und trockenen Witterung mahnt die Feuerwehr Pulheim zur Vorsicht: Wälder, Felder, Wiesen und Parks ließen sich derzeit leicht entzünden. In Nordrhein-Westfalen ist offenes Feuer und Rauchen im Wald zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober ohnehin verboten. Auch weggeworfenes Glas oder eine glimmende Zigarettenkippe könnten getrocknete Pflanzenreste, Getreide, Stroh oder ausgedörrtes Gras in Brand setzen. Fahrzeuge sollten nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile trockenes Gras entzünden können. Wer solchen Brand bemerkt, soll die Feuerwehr über die 112 alarmieren.











