Berliner Konzept vorgestellt

Olympia: Goldene Rampe zum Brandenburger Tor geplant

05.05.2026 – 15:39 UhrLesedauer: 1 Min.

Kai Wegner (l) und Iris Spranger haben das Olympiakonzept vorgestellt. (Quelle: Annette Riedl/dpa/dpa-bilder)

Der Senat beschließt sein Konzept für die Olympia-Bewerbung – mit einigen Überraschungen. Was das alles kosten soll.

Der Berliner Senat hat einstimmig das Bewerbungskonzept „Berlin+“ für Olympische und Paralympische Spiele verabschiedet. Damit ist Berlin formal einer von vier Kandidaten in der nationalen Vorauswahl: Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, welcher Kandidat dem Internationalen Olympischen Komitee vorgeschlagen wird.

Die anderen Bewerber sind München, Hamburg und die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Zentrum. Anders als alle drei Mitbewerber plant Berlin keinen Bürgerentscheid. München und die Region Rhein-Ruhr haben Referenden bereits mit deutlichen Mehrheiten abgehalten, Hamburg lässt Ende Mai abstimmen.

Berlin will auch neben den Sportstätten die Hauptstadt in olympischer Atmosphäre leuchten lassen. Dabei soll das Brandenburger Tor von westlicher Seite her über eine golden leuchtende Rampe begehbar sein, im ganzen Stadtbild werden die farbigen Ringe als Olympia-Symbol platziert. Eine goldfarbene Zuschauertribüne in Pyramidenform ist auf dem Tempelhofer Feld vorgesehen Berlin bewirbt sich um die Ausrichtung der Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.

Sportsenatorin Iris Spranger nannte bei einer Pressekonferenz im Roten Rathaus Organisationskosten von 4,82 Milliarden Euro. Den erwarteten Einnahmen von 5,24 Milliarden Euro zufolge kalkuliert der Senat mit einem Überschuss von rund 420 Millionen Euro, der nach Sprangers Angaben „den Berliner Schulen und dem Breitensport“ zugutekommen soll. Das Konzept geht zudem davon aus, dass bereits 97 Prozent der benötigten Sportstätten vorhanden sind.

Regierender Bürgermeister Kai Wegner sagte: „Wir sind überzeugt, dass Spiele in Berlin ein Gewinn wären – weit über den Sport hinaus.“

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