„Monströse Gewalt“

Jetzt fällt das Urteil im IS-Prozess um versklavte Mädchen

13.07.2026 – 05:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Klingel im Eingangsbereich zum Hochsicherheitsgerichtssaal auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim (Archivbild): Den Angeklagten werden Kriegsverbrechen zur Last gelegt. (Quelle: Tobias Hase/dpa)

Kriegsverbrechen, Völkermord, Missbrauch: In München steht ein Paar vor Gericht. Nun wird das Urteil verkündet.

Mehr als ein Jahr lang wurde in München verhandelt – nun will das Oberlandesgericht das Urteil verkünden. Angeklagt ist ein Paar, dem die Versklavung zweier jesidischer Mädchen vorgeworfen wird.

Die Bundesanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten unter anderem Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Hinzu kommt der Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern beziehungsweise der Beihilfe dazu.

Angeklagte entschuldigt sich – Ehemann schweigt

„Die monströse Gewalt liegt so fern jeglicher Menschlichkeit, dass sie unwirklich erscheint“, hatte die Vertreterin des Generalbundesanwalts im Prozess erklärt. Alles habe dem Ziel des IS gedient, den jesidischen Glauben zu vernichten.

Die beiden Angeklagten äußerten sich im Verfahren. „Es tut mir leid“, sagte die 30-jährige Frau. Ihr ebenfalls angeklagter Ehemann erklärte dagegen: „Ich möchte nichts sagen.“

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