Ausflug für Düsseldorfer

Dieser Wanderweg ist ein Tipp des Innenministers


11.08.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Äpfel an einem Baum (Symbolbild): Der Leichlinger Obstweg ist ein Ausflug wert. (Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild/dpa)

Der Leichlinger Obstweg ist ein Ausflugstipp von Herbert Reul und führt über Täler und Hügel. Hauptattraktion sind die Streuobstwiesen, auch Einkehrmöglichkeiten gibt es.

Neun Kilometer durch Obstwiesen, Wälder und bergische Dörfer: Der Leichlinger Obstweg im Bergischen Land ist ein Rundwanderweg, der zu jeder Jahreszeit begangen werden kann – und er ist ein Ausflugstipp des NRW-Innenministers Herbert Reul für die Sommerferien.

Die Route führt über befestigte und unbefestigte Wege. Bei gemütlichem Tempo ist die große Runde in rund drei Stunden zu schaffen. Wer kürzer wandern möchte, findet bei Bennert eine ausgeschilderte Abkürzung. Reul, der zwischen Düsseldorf und Köln in Leichlingen aufwuchs, schreibt in einem Instagram-Post: „Die Route führt durch Wälder und vorbei an bergischen Dörfern. Unterwegs informieren Tafeln über den Lebensraum Obstwiese – und bei klarem Wetter reicht der Blick bis nach Köln. Einkehrmöglichkeiten und Hofläden liegen direkt an der Strecke.“

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Leichlinger Obstweg ist ein Ausflugstipp auch für Düsseldorfer

Der Weg verläuft teilweise an Straßen ohne Bürgersteig und kann stellenweise den Charakter eines Trampelpfades annehmen. Für Kinderwagen ist er daher nicht durchgängig geeignet. Ältere Kinder können den Weg gut mitlaufen. Über markierte Abzweigungen sind außerdem benachbarte Obstwanderwege in Richtung Leverkusen, Solingen und Witzhelden erreichbar.

Die Streuobstwiesen entlang des Weges sind nicht nur landschaftlich prägend, sondern auch ökologisch bedeutsam. Zwischen 3.000 und 5.000 Tierarten leben auf solchen Wiesen, was sie zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas macht.

Leichlinger Obstweg: Geschichte reicht weit zurück

Die Geschichte des Obstbaus im Bergischen Land reicht weit zurück: Bereits um das Jahr 1192 lassen sich hier die Anfänge nachweisen, früh sprach man von der „Bergischen Obstkammer“. Um 1900 waren noch rund 1.000 Apfelsorten bekannt, heute beschränkt sich das Marktangebot auf wenige. Alte Sorten wie Jacob Lebel, Weißes Seidenhemdchen, Rheinischer Krummstiel oder Kaiser Wilhelm gelten als besonders aromatisch, widerstandsfähig und lagerfähig. Sie kommen mit weniger Pflege aus als Sorten des konventionellen Obstbaus, widerstehen Schädlingen und Krankheiten besser und sind oft auch für Allergiker verträglicher.

Die Apfelsorte Kaiser Wilhelm hat ihren Ursprung direkt in der Region: Der Volksschullehrer Carl Hesselmann aus Witzhelden entdeckte sie 1864. Im Jahr 1875 wurde der Apfel Kaiser Wilhelm I. zur Kostprobe vorgelegt, der die Nutzung seines Namens für „diesen wahrhaft majestätischen Apfel“ huldvoll genehmigte und sich mit einer gerahmten Fotografie mit eigenhändiger Unterschrift bedankte.

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