Feuerwehren im Dauereinsatz
Unwetterfront im Süden: Großflächige Schäden
Aktualisiert am 29.08.2026 – 06:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Baden-Württemberg und das Saarland sind am Freitag Schauplatz heftiger Stürme und schwerer Regenfälle. Die Einsätze sind noch immer nicht beendet.
Die Unwetterfront hat am Freitag großflächige Schäden im gesamten Gebiet der Stadt Überlingen verursacht. Das teilte die Feuerwehr am Abend mit. „Innerhalb kürzester Zeit wurden Straßen und Keller überflutet, Bäume entwurzelt oder abgebrochen sowie Dächer abgedeckt. Einzelne Bäume stürzten auf Häuser, versperrten Fahrbahnen und Radwege sowie Bahngleise.“
Ab etwa 10.30 Uhr bis 20 Uhr hatte die Feuerwehr 72 Unwetter-Einsätze mit Dutzenden Kräften, wie sie berichtete. Bis alle Schäden verifiziert und beziffert werden können, werde es noch Tage dauern. Zu möglichen Schadenssummen kann die Feuerwehr keine Angaben machen.
- Unwetter in der Schweiz: Hagel verletzt 40 Menschen
- Unwettergefahr ab Samstag vorbei: Schauer möglich
Die schwere Unwetterfront war mit Starkregen, Hagel und Gewitter über Teile von Baden-Württemberg gezogen. Besonders heftig war es in Bodensee-Nähe. Überlingen ist nach der Kreisstadt Friedrichshafen die zweitgrößte Stadt im Bodenseekreis.
200 Einsatzstellen in Bohlingen
Auch im Singener Stadtteil Bohlingen läuft der Großeinsatz weiter. Es gebe an die 200 Einsatzstellen, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Mario Dutzi am Abend. Diese müssten nun nach und nach abgearbeitet werden. Wie lange das dauern werde, sei nicht absehbar. Am Vormittag tobten über dem Landkreis Konstanz schwere Gewitter. Die Gegend zwischen Singen und Radolfzell war besonders betroffen.
Hochgedrückte Kanaldeckel im Saarland
Die starke Gewitterfront war am späten Nachmittag auch über das Saarland hinweggezogen. Nach Angaben des Lagezentrums waren Saarbrücken und St. Ingbert am stärksten betroffen. Verletzt wurde ersten Berichten zufolge niemand.
Die heftigen Niederschläge drückten Kanaldeckel hoch und überschwemmten Straßen. Kräftige Böen ließen Bäume umstürzen. Die Feuerwehren rückten zu rund 50 Einsätzen aus, die meisten davon in der Landeshauptstadt.
Nach Angaben der Feuerwehr Saarbrücken blockierten umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste mehrere Straßen. Auch Autos wurden beschädigt. Vereinzelt verfingen sich Äste in Stromleitungen.












