Wegen Kriegsverbrechen
Sprengung der Nord-Stream-Pipelines – Anklage gegen Ukrainer
01.07.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 1 Min.
Serhij K. soll eine siebenköpfige Crew angeführt haben, die 2022 die Nord-Stream-Pipelines gesprengt haben soll. Nun gibt es in dem Fall eine erste Anklage.
Die Generalbundesanwaltschaft hat im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines Anklage gegen den verdächtigen Ukrainer Serhij K. erhoben. Das berichten ARD, „Süddeutsche Zeitung“ und „Die Zeit“. Demnach wirft Deutschlands höchster Strafverfolger dem 50-Jährigen Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur vor – nach dem Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen. Zu den Anklagepunkten gehört demnach auch die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie die Zerstörung von Bauwerken.
Den Ermittlern zufolge führte K. ein aus sieben Mitgliedern bestehendes Sabotageteam an, das die Gasleitungen unter der Ostsee im September 2022 gesprengt haben soll. Serhij K. soll auch das Kommando an Bord der „Andromeda“ gehabt haben. Von dieser Segeljacht aus soll der Sprengstoffanschlag ausgeführt worden sein. K. sitzt in Hamburg in Untersuchungshaft, nachdem er im vergangenen Sommer während einer Urlaubsreise in Italien festgenommen worden war.
Nach Angaben des Rechercheverbunds soll die Beweislast gegen K. erdrückend sein. Den Berichten zufolge sprach der Ukrainer aus der Auslieferungshaft in Italien heraus am Telefon mit Verwandten und Bekannten über die Anschläge – und belastete sich dabei selbst. Auch fanden Ermittler offenbar auf seinem Mobiltelefon Beweise dafür, dass er in den Anschlag verwickelt war, wie ARD, „Süddeutsche Zeitung“ und „Die Zeit“ unter Berufung auf Sicherheitskreise berichten.











