Finale der French Open
Zverev wie im Rausch: Gegner verzweifelt schon
Aktualisiert am 07.06.2026 – 15:59 UhrLesedauer: 5 Min.

Deutschlands bester Tennisspieler hat im Endspiel der French Open die große Chance auf seinen ersten Major-Titel. Dafür muss er aber einen starken Gegner schlagen. Klappt es?
Ein Sieg fehlt noch zum großen Traum: Alexander Zverev will im Finale der French Open den lang ersehnten ersten Grand-Slam-Titel gewinnen. Der 29-Jährige tritt gegen den Italiener Flavio Cobolli an und ist in dem Final-Duell der Favorit.
Zverev wäre der erste männliche Tennisprofi aus Deutschland, der seit Beginn der Profiära 1968 beim Sandplatz-Klassiker in Paris gewinnt. Auch der bislang letzte Grand-Slam-Erfolg eines deutschen Mannes liegt bereits 30 Jahre zurück, damals holte Boris Becker bei den Australian Open seinen sechsten und letzten Sieg bei einem der weltweit vier wichtigsten Turniere.
Verfolgen Sie das Match hier live im Ticker.
Flavio Cobolli – Alexander Zverev 1:5
1. Satz, 1:5 – Cobolli meckert, hadert mit sich selbst. Wieder landet er mit einer Rückhand im Aus. Zverev leistet sich einen Vorhand-Fehler, bleibt aber konzentriert. Er zieht direkt wieder an, macht Druck – und provoziert einen weiteren Fehler seines Gegners. Da sitzt einfach kaum ein Schlag. Wieder fliegt eine Rückhand des Italieners nur ins Netz. Mit einem starken Service-Winner stellt er auf 5:1. Jetzt serviert Cobolli gegen den Satzverlust.
1. Satz, 1:4 – Nächstes Break für Alexander Zverev. Hier läuft gerade sehr viel für den Weltranglistendritten. Cobolli atmet tief durch. Er scheint gerade zu überlegen, was er machen soll. Denn Zverev bringt ihm alles zurück, was er ihm anbietet – und ihm selbst unterlaufen wiederholt Fehler. Eine Vorhand ins Aus, und Zvrev kratzt am nächsten Break. Wieder riskiert Cobolli zu viel, donnert den nächsten Vorhand-Cross ins Aus. Danach dreht er sich fragend zu seinem Vater, der ihn trainiert, in der Box um, zickt mit den Schultern. Zwei Breakbälle für Zverev. Schon den ersten nutzt er – weil Cobolli mit einem Stopp im Netz landet.
1. Satz, 1:3 – Puh. Durchatmen bei Zverev. Ein Lob ist zu hoch, Cobolli bekommt ihn – und legt seinen einfachen Volley ins Aus. Beim Italiener sitzen die Schläge einfach weiter nicht. Bei Zverev schon. Ein Vorhand-Winner zum 30:0, dann kommt er nach einem starken Cross in die Ecke nach vorn und schließt am Netz per Volley ab. Cobolli aber ringt darum, ins Match zu kommen. Zverev entscheidet sich für die falsche Ecke, lässt seinem Gegner Platz für einen tollen Rückhand-Longline. Achtungsapplaus vom Publikum. Mit einer Vorhand direkt auf die Linie schließt Zverev aber ab.












