Kritik von Strack-Zimmermann
FDP-Chef Dürr zieht Kandidatur zurück
Aktualisiert am 05.04.2026 – 17:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Der ehemalige FDP-Vorsitzende will auf eine erneute Kandidatur auf dem Parteitag verzichten. Seine Unterstützung erhält FDP-Urgestein Wolfgang Kubicki.
Christian Dürr verzichtet nach eigenen Angaben darauf, erneut auf dem Parteitag für den Vorsitz der FDP anzutreten. Im Gespräch mit der „Bild“ sagt Dürr, dass er dadurch eine Zerreißprobe innerhalb der Partei vermeiden wolle. Seine Unterstützung gelte nun Wolfgang Kubicki.
Der Zeitung sagte er, Voraussetzung für einen erneuten Erfolg der FDP sei eine „geschlossene Formation“. Zugleich verband Dürr seine Entscheidung mit einem politischen Appell. Deutschland brauche eine starke FDP mit klaren Positionen für Marktwirtschaft und Freiheit, sagte er. Kubicki traue er zu, diese Aufgabe zu erfüllen: „Er hat da Zeug dazu.“
Hintergrund der personellen Neuordnung bei der FDP waren die jüngsten Niederlagen bei den Landtagswahlen der FDP in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo die Partei im März jeweils den Wiedereinzug in die Parlamente verpasste. Die Parteiführung rund um Christian Dürr geriet daraufhin unter Druck und beschloss, geschlossen zurückzutreten. Dürr hatte zunächst angekündigt, jedoch erneut antreten zu wollen. Dies schließe er nun aus.
Neben der Kandidatur des 74-jährigen Wolfgang Kubicki hat sich auch der 39 Jahre alte nordrhein-westfälische FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Henning Höne auf den Parteivorsitz beworben. Kurzzeitig stand auch eine Kandidatur von der Europa-Abgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann im Raum. Die 68-Jährige hatte angeboten, als Teil einer Doppelspitze den Parteivorstand zu übernehmen. Nachdem sie dann jedoch keinen geeigneten Mitkandidaten finden konnte, zog auch sie das Angebot zurück und sprach sich für Hönes Kandidatur aus.
Darüber hinaus kritisierte Strack-Zimmermann die Bewerbung ihres Parteikollegen Kubicki. Die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden, „nicht nur von alten Schlachtrössern“, meinte die 68-Jährige. Kubicki und sie selbst müssten ihre Bekanntheit in den Dienst der Neuaufstellung der Partei stellen. „Aber gemeinsam mit der neuen Generation und nicht, indem wir ihr an der Spitze allein im Weg stehen.“











