
„Genug ist genug“
Fans starten Petition gegen Bundesliga-Boss
31.01.2026 – 08:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Lage bei Werder Bremen spitzt sich zu. Sportlich steckt der Klub in der Krise. Die Fans sind frustriert – und richten ihren Ärger gegen den Sportgeschäftsführer.
Fans von Werder Bremen haben eine Online-Petition gegen Sportgeschäftsführer Clemens Fritz gestartet. Ziel der Aktion mit der Überschrift „Genug ist genug“ ist die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit nur einem Tagesordnungspunkt: „Bewertung der Amtsführung von C. Fritz“. Bis zum späten Freitagabend hatte sie auf der Plattform „openPetition“ bereits rund 3.600 Unterstützer gefunden.
Werder hatte in der Bundesliga zuletzt neun Spiele in Serie nicht gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Horst Steffen schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Viele Anhänger der Hanseaten werfen dem früheren Nationalspieler und langjährigen Werder-Profi Fritz eine verfehlte Transferpolitik vor.
Werder-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Hubertus Hess-Grunewald reagierte bereits auf die Petition. „Es ist bei sportlichem Misserfolg auch in der Vergangenheit so gewesen, dass sich in der Mitgliedschaft Frust und Sorgen erhöhen. Das nehmen wir sehr ernst“, sagte er dem Portal „Deichstube“ und ergänzte: „Wir haben auch die Petition zur Kenntnis genommen.“
Der 65-jährige Rechtsanwalt schränkte jedoch ein, dass selbst bei Erreichen der nötigen 7.000 Mitglieder-Unterschriften – einem Zehntel der Mitgliederzahl – nicht automatisch eine Versammlung einberufen würde. „Ein solcher Antrag müsste dann geprüft werden, bevor die organisatorischen Vorbereitungen einer Mitgliederversammlung getroffen würden“, erklärte Hess-Grunewald.
Der Präsident betonte: „Eine außerordentlich einberufene Mitgliederversammlung könnte eine Diskussion führen, aber nichts Weiteres beschließen.“ Trotz der Kritik steht er hinter Fritz. „Der Aufsichtsrat geht den seit Sommer von der Geschäftsführung eingeschlagenen neuen Kurs vollumfänglich mit und begleitet diesen Prozess kritisch-konstruktiv.“ Hess-Grunewald weiter: „Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst, trauen Clemens aber zu, als verantwortlicher Geschäftsführer die richtigen Entscheidungen zu treffen.“










