Tragödie auf der Nordschleife
Schumacher-Sohn spricht über tödlichen Unfall
Aktualisiert am 23.04.2026 – 07:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Auf der Nordschleife kam es am vergangenen Wochenende zu einem tödlichen Unfall. David Schumacher nahm auch an dem Rennen teil – und spricht jetzt über den Vorfall.
Am vergangenen Samstag forderte die Nordschleife mal wieder ein Todesopfer. Auf der für ihren hohen Schwierigkeitsgrad und ihre Gefahr bekannten Rennstrecke in der Eifel verunglückte im Rahmen eines Rennens der Nürburgring-Langstreckenserie (NLS) der 66-jährige schwedische BMW-Fahrer Juha Miettinen bei einem Massen-Chrash tödlich.
Bereits einen Tag später ging der Rennbetrieb in der „Grünen Hölle“, wie die Rennstrecke auch genannt wird, allerdings weiter. Dann auch auf der Strecke: David Schumacher, Sohn des mehrmaligen Formel-1-Rennsiegers Ralf Schumacher.
Im Sky-Podcast „Backstage Boxengasse“ von Moderator Peter Hardenacke und Sky-Experte Ralf Schumacher, war David Schumacher nun zu Gast und sprach darüber, wie er die Tragödie erlebte.
„Es war leider ein recht trauriges Wochenende mit einem schweren Unfall, der leider einen unserer Kollegen das Leben gekostet hat“, sagte David Schumacher. „Die Nordschleife hat mal wieder zugebissen. Wir hoffen, dass es der Familie gut geht“, so Schumacher weiter.
Er selbst sei zum Unfallzeitpunkt nicht auf der Strecke gewesen, lediglich seine Teamkollegen, die sich zum Unfallzeitpunkt jedoch schon weiter vorne auf der Strecke befunden hätten, berichtete er. Zunächst habe es viele Spekulationen gegeben, was genau passiert sei. „Ab dem Moment, wo die Rote Flagge gekommen ist und keiner irgendwas kommuniziert hatte, war eigentlich schon klar, dass irgendwas Schlimmeres passiert sein muss“, berichtete er. Als die Polizei dann eintraf, sei klar gewesen, dass es Schwerletzte oder sogar Tote gegeben haben muss. „Ich muss sagen, das gibt einem dann schon nochmal ein anderes Bauchgefühl in dem Moment“, beschrieb Schumacher seine Emotionen.
„Es ist natürlich ein Schock im ersten Moment. Das ist natürlich etwas, worüber man als Fahrer nicht nachdenkt oder auch nicht wirklich nachdenken sollte, dass die Möglichkeit überhaupt besteht, dass sowas passieren kann“, sagte der 24-Jährige. „Ich denke, es ist für alle Fahrer ein Schock gewesen, dass man sieht, dass sowas passieren kann, auch heutzutage noch. Die Autos sind zwar so sicher geworden, die meisten Strecken sind auch sehr sicher, aber am Ende des Tages ist die Chance immer da, dass man nicht zurückkommt.“
Vater Ralf Schumacher erklärte, er habe nach dem Unfall zunächst Davids Frau Vivien geschrieben und gefragt, ob David zum Unfallzeitpunkt auf der Strecke gewesen sei. Sie habe ihn dann informiert, dass sein Sohn nicht gefahren sei. „Das ist natürlich dann erstmal wichtig für mich, ist ja klar. Das will man dann schon wissen“, sagte er.










