Wut gegen Schiedsrichter
Argentinier fordern Wiederholung des WM-Finals
23.07.2026 – 09:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Das WM-Finale wirkt auch Tage nach dem Schlusspfiff nach. Vor allem in Argentinien lösen Entscheidungen des Schiedsrichters noch immer Diskussionen aus.
Fans der argentinischen Nationalmannschaft haben nach dem verlorenen WM-Finale eine Wiederholung des Endspiels gefordert. Eine Petition auf der Plattform „change.org“ hatte am Donnerstagmorgen mehr als 81.000 Unterstützer.
Die Initiatorin warf dem slowenischen Unparteiischen Slavko Vinčić vor, mit seinen Entscheidungen den Spielverlauf in New Jersey beeinflusst und Argentinien in mehreren Situationen benachteiligt zu haben. Welche Szenen sie meint, schrieb sie nicht. Der deutsche Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe lobte Vinčić für seine Leistung, sah bis auf zwei kleine Fehler eine insgesamt „starke und souveräne“ Leistung, schrieb er auf X.
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In den sozialen Medien machten einige Nutzer aus Argentinien Vinčić einen Vorfall aus dem Jahr 2020 zum Vorwurf. Damals war er während eines Polizeieinsatzes in Bosnien und Herzegowina vorübergehend festgenommen worden, nachdem er eine illegale Party besucht hatte. Die Beamten beschlagnahmten damals eine große Menge an Drogen. Gegen Vinčić wurde nie Anklage erhoben, sodass er seine Laufbahn als Schiedsrichter ohne Einschränkungen fortsetzen konnte.
Die Aktion sollte trotz der großen Aufmerksamkeit keine Folgen haben. Aus Sicht des Regelwerks gilt eine Wiederholung eines WM-Endspiels als praktisch ausgeschlossen. Nur außergewöhnliche Fälle, etwa Fehler bei der Anwendung der Spielregeln oder Entscheidungen der zuständigen Sportgerichte, könnten eine Überprüfung ermöglichen. Eine Petition im Internet erfüllt diese Voraussetzungen nicht.










