Jackpot geknackt

Banker gewinnt 223 Millionen Euro – seine Ex will Mega-Anteil


24.09.2026 – 11:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Stadtzentrum des italinischen Örtchens Oggiono: Hier wartet man auf den 223-Millionen-Gewinner. (Quelle: xclodiox via imago-images.de)

In Italien gewinnt ein Banker 223 Millionen Euro im Lotto und erzählt Freunden davon. Die Nachricht erreicht seine getrennt lebende Frau – und sie will einen gewaltigen Anteil des Jackpots.

Alles beginnt am 11. September: Ein Lottoschein für fünf Euro macht an diesem Tag einen Banker aus der Lombardei zum Multimillionär. Bei der SuperEnalotto-Ziehung knackt der Italiener den Jackpot von 223,2 Millionen Euro. Doch wie die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ nun berichtet, könnte der sagenhafte Gewinn dem Mann einen Rechtsstreit mit seiner Ehefrau bescheren. Denn diese fordert die Hälfte der Jackpot-Summe.

Die Ehe besteht zwar offenbar nur noch auf dem Papier. Der Banker lebt in der Lombardei, seine Frau ist zu ihren Eltern nach Frosinone gezogen. Mehr als 600 Kilometer trennen die beiden. Doch das Paar habe seine Trennung nie offiziell vollzogen, so die Darstellung der Anwälte der Frau. Damit gelte weiterhin die im April 2023 vereinbarte Gütergemeinschaft. Aus Sicht der Frau fällt deshalb auch der Millionengewinn ihres Mannes in das gemeinsame Vermögen.

Dass ihr Mann überhaupt gewonnen hat, erfuhr sie offenbar auf Umwegen. Der Banker habe zunächst Freunden von seinem Glück erzählt, berichtet der „Corriere della Sera“. Die Nachricht verbreitete sich jedoch über seinen engsten Kreis hinaus und erreichte schließlich auch seine Frau.

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Frau fordert 80 Millionen Euro oder monatlich 8.000 Euro Unterhalt

Nun will sie die Trennung nachträglich formalisieren. Nach Angaben ihrer Anwälte strebt sie dafür eine außergerichtliche Einigung an. Voraussetzung dafür seien allerdings finanzielle Vereinbarungen: Dem Bericht zufolge fordert sie entweder eine Einmalzahlung von 80 Millionen Euro oder monatlich 8.000 Euro Unterhalt.

Die Anwälte begründen die Forderung mit den finanziellen Verhältnissen nach dem Lottogewinn. Nach ihrer Berechnung würden dem Mann von den 223,2 Millionen Euro rund 179 Millionen Euro netto bleiben. Die geforderten 80 Millionen Euro lägen damit unter der Hälfte dieser Summe.

Gewinner hat seinen Lotto-Jackpot noch gar nicht beansprucht

Ob der Banker auf die Forderung eingehen wird, ist offen. Eine Stellungnahme von ihm oder seinen Anwälten liegt bislang nicht vor. Die Anwälte der Frau rechnen aber mit einem möglichen Rechtsstreit. Der Mann werde die Forderungen vermutlich anfechten und seinerseits die Trennung beantragen, argumentieren sie. Zugleich verweisen sie auf Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs in Italien. Demnach fallen Gewinne aus staatlichen Lotterien und Glücksspielen in das gemeinsame Vermögen von Ehegatten – auch dann, wenn nur einer von ihnen den Spieleinsatz aus eigenem Geld bezahlt hat.

Eine Besonderheit bleibt allerdings: Der Gewinner soll sich bislang noch gar nicht gemeldet haben, um seinen Jackpot abzuholen. In der italienische Gemeinde Oggiono mit 9218 Einwohnern wartet man noch darauf, dass er seinen Gewinn beansprucht. Den Fünf-Euro-Schein mit den sechs richtigen Zahlen hat der Banker hier in der Verkaufsstelle „Al Caffè“ abgegeben.

Zweithöchster SuperEnalotto-Gewinn der Geschichte

Die 223,2 Millionen Euro sind der zweithöchste SuperEnalotto-Gewinn in der Geschichte der Lotterie. Den Rekord hält weiterhin ein Jackpot aus dem Februar 2023: Damals wurden 371,1 Millionen Euro gewonnen und auf 90 Anteile verteilt.

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