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Klassiker aus den 1960er-Jahren: Western-Helden auf einem eiskalten Rachefeldzug
18.10.2026 – 10:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Anfang der 1970er-Jahre ebbte das Western-Fieber ab, und die New-Hollywood-Ära begann. „Die fünf Geächteten“ war einer der letzten Vertreter seines Genres.
Der klassische Western endete in den späten 1960er-Jahren. Die Ära der Revolverhelden, die im Wüstensand Verbrecher jagten, ging zu Ende und machte Platz für eine neue Generation von Filmemachern. „Easy Rider“ markierte den Auftakt von New Hollywood. Doch Regisseur John Sturges ließ sich davon nicht beirren und inszenierte 1967 mit „Die fünf Geächteten“ einen stillen Abgesang auf das Genre.
Darum geht es in „Die fünf Geächteten“
Nach der Schießerei am O.K. Corral landen Wyatt Earp (James Garner) und Doc Holliday (Jason Robards) vor Gericht. Der Gangster Ike Clanton (Robert Ryan) nutzt seinen Einfluss, um die einstigen Revolverhelden hinter Gitter zu bringen.
Doch der Prozess nimmt eine unerwartete Wendung. Statt im Gefängnis zu enden, wird Wyatt Earp zum Sheriff ernannt. Seine Aufgabe: für Recht und Ordnung sorgen. Für Clanton und seine Bande wird dies zur tödlichen Bedrohung. Earp setzt sie auf die Fahndungsliste und jagt sie erbarmungslos.
Wie sehenswert ist der Western „Die fünf Geächteten“?
Für das Publikum war der Film ein spätes Relikt der Western-Ära, das nur wenig Begeisterung auslöste. Auf der Bewertungsplattform „Rotten Tomatoes“ vergaben lediglich 52 Prozent der Zuschauer eine positive Bewertung. Kritiker hingegen würdigten John Sturges‘ Werk als gelungenes Spätwerk und stimmten mit 88 Prozent deutlich positiver ab. Auf der internationalen Filmdatenbank „IMDb“ erreicht der Film 6,6 von zehn möglichen Sternen.
Aktuell steht der Western bei Prime Video im Abo zur Verfügung. Alternativ kann der Film bei Apple TV geliehen und gekauft werden.
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Geradlinig, aber mit ernstem Unterton
„Die fünf Geächteten“ besticht durch seine Erzählweise. Auf den ersten Blick bleibt die Geschichte klassisch: Gut und Böse sind klar getrennt, Revolverhelden und Gangster eindeutig definiert. Doch zugleich zeigt John Sturges, dass die Tage von Wyatt Earp und Doc Holliday gezählt sind.
Das Online-Filmmagazin „film-netz. com“ beschreibt es treffend: „Keine strahlenden Helden sind Wyatt Earp und Doc Holliday, sondern wirken vielmehr müde. Nichts Glorreiches haben die gewonnenen Kämpfe, sondern sind Teil eines eiskalten Rachefeldzugs und bringen letztlich keinen erfüllenden Sieg.“
Die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt in diesem Western. Selbst die Helden tragen eine dunkle Seite in sich, die ihren Sinn für Gerechtigkeit zersetzt. Rache übernimmt die Kontrolle und stellt das Gesetz infrage. Von den freundlichen Cowboys, die für die Ordnung der Gesellschaft kämpfen, bleibt hier kaum etwas übrig.
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