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Home » Eskalation in Nahost: Warum der Börsencrash bislang ausbleibt
Wirtschaft

Eskalation in Nahost: Warum der Börsencrash bislang ausbleibt

By zeit-heute.deMärz 3, 20262 Mins Read
Eskalation in Nahost: Warum der Börsencrash bislang ausbleibt
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Nahost-Eskalation

Warum der große Börsencrash bisher ausbleibt


Aktualisiert am 03.03.2026 – 13:50 UhrLesedauer: 4 Min.

Startende Raketen – fallende BörsenkurseVergrößern des Bildes

Startende Raketen (KI-Symbolbild): Die Märkte reagieren bisher besonnen auf die geopolitischen Spannungen in Nahost.

Der Dax gibt nach, Gold steigt – aber Panik sieht anders aus. Steuern die Märkte auf eine kurze Krise zu oder droht doch ein längerer Abschwung?

Als Russland am 24. Februar 2022 die Ukraine angriff, stürzten die Börsen weltweit ab. Der Dax verlor innerhalb eines Tages mehr als fünf Prozent. Ganz anders die Reaktion nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran: Die Kurse gaben nach, doch Panik blieb aus.

Trotzdem steht der deutsche Aktienmarkt unter Druck. Die Sorge vor steigenden Öl- und Gaspreisen belastet viele Unternehmen – und damit auch die Kurse. Der Dax verlor zum Wochenstart deutlich und rutschte zeitweise um 3,7 Prozent auf 23.603 Punkte ab, nachdem er bereits am Vortag 2,4 Prozent eingebüßt hatte.

Bleibt es bei einer kurzen militärischen Eskalation oder droht den Märkten doch noch ein größerer Rückschlag?

Auch an den US-Börsen hielten sich die ersten Kursverluste in Grenzen. An der Wall Street stabilisierten sich die wichtigsten Indizes sogar. Experten verweisen darauf, dass viele Anleger mit einer Eskalation gerechnet hätten. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, betonte, der Dax sei trotz einer beispiellosen geopolitischen Zuspitzung in einer zentralen Ölregion ohne Panik in die Woche gestartet.

Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners, erklärte, die Reaktionen zeigten, dass Anleger von einer kurzen militärischen Auseinandersetzung ausgingen. Angesichts der möglichen Tragweite seien die ersten Kursverluste sehr moderat ausgefallen. Mit anderen Worten: Die Börsen preisen das Risiko ein, aber sie rechnen bislang nicht mit einem Flächenbrand.

Doch Vorsicht: Nach dem Überfall auf die Ukraine sah die Lage zunächst ebenfalls beherrschbar aus. Zwar verlor der Dax am Tag des Angriffs bis zu 5,5 Prozent. In den Wochen danach rutschte er jedoch weiter ab – von rund 16.000 Punkten im Januar auf etwa 12.400 Punkte Anfang März. Das entsprach einem Minus von mehr als 15 Prozent.

Hohe Gaspreise, steigende Inflation und Rezessionsängste drückten die Kurse über Monate. Das Jahrestief erreichte der Dax 2022 am 28. September bei genau 12.414,75 Punkten – knapp sieben Monate nach Kriegsbeginn.

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