Neue Auswertung
Italien: Strände werden immer teurer
Aktualisiert am 02.06.2026 – 16:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Sonnenschirm und Liegestuhl in Italien werden 2026 spürbar teurer. Laut einer Verbraucherorganisation stiegen die Strandpreise im Schnitt um sechs Prozent.
Sonnenschirm, Liegestuhl, Meerblick – und ein immer dickeres Preisschild: Wer in diesem Sommer an Italiens Stränden entspannen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. Laut einer Untersuchung der Verbraucherorganisation Altroconsumo sind die Preise für Strandbäder und Liegeplätze 2026 im Durchschnitt um sechs Prozent gestiegen.
Verglichen mit 2021 beträgt der Anstieg sogar 24 Prozent. Doch nicht alle Regionen drehen gleichermaßen an der Preisschraube – wer weiß, wo er suchen muss, findet noch günstige Alternativen.
- Italien: Massenansturm und astronomische Preise am Strand
- Sardinien: Warum Handtücher am Strand tabu sind
Urlaub in Italien: Wo die Preise am stärksten steigen
Für die Untersuchung kontaktierte Altroconsumo anonym und telefonisch 222 Strandbäder in zehn italienischen Urlaubsorten – darunter Lignano, Rimini, Viareggio, Alassio und Taormina. Erfasst wurden die Preise für die erste Augustwoche.
Die stärksten Preissteigerungen verzeichneten Taormina und Giardini Naxos mit bis zu 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es folgen Alghero mit plus 14 Prozent und Gallipoli mit plus zehn Prozent. In den übrigen untersuchten Orten lagen die Aufschläge zwischen zwei und sieben Prozent.
Preise im Italien-Urlaub: Das ist der teuerste Strand
In Alassio in Ligurien zahlt man den höchsten Preis: Eine Woche in der ersten Reihe mit Sonnenschirm und zwei Liegen kostet dort durchschnittlich 368 Euro. Am anderen Ende der Skala liegt Lignano – mit durchschnittlich 164 Euro pro Woche also gut 200 Euro günstiger.
Wer beim Buchen flexibel ist, kann auch durch die Wahl der Strandreihe sparen – allerdings fällt der Unterschied geringer aus, als viele erwarten:
- Erste Reihe: 238 Euro pro Woche
- Zweite Reihe: 229 Euro pro Woche
- Dritte Reihe: 219 Euro pro Woche
- Ab der vierten Reihe: 210 Euro pro Woche
Zwischen der ersten und der vierten Reihe liegen also lediglich 28 Euro – wer auf den direkten Meerblick verzichten kann, spart damit kaum nennenswert.
Wo man noch günstig am Strand in Italien liegen kann
Wer günstigere Alternativen sucht, wird in Süditalien fündig. Die Federconsumatori (so etwas wie die italienische Verbraucherzentrale) verzeichnete für 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg von 2,7 Prozent und damit deutlich weniger als die von Altroconsumo gemessenen sechs Prozent. Besonders stark stiegen die Preise in Kalabrien (+5,2 Prozent), Sizilien (+4,3 Prozent) und Venetien (+4 Prozent).
Die Region Basilikata hingegen bleibt vergleichsweise erschwinglich – vor allem an der Ionischen Küste mit Orten wie Metaponto, Scanzano, Policoro, Nova Siri und Rotondella. Dort lagen die Preissteigerungen lediglich zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Ein Sonnenschirm mit zwei Liegen kostet je nach Lage zwischen 18 und 30 Euro pro Tag. Das große Angebot und der Wettbewerb unter den Strandbetreibern halten die Preise niedrig.
Wer zusätzlich sparen möchte, kann auf Halbtagesangebote oder sogenannte Happy-Hour-Tarife nach 14 Uhr zurückgreifen – und so bis zu 40 Prozent gegenüber dem regulären Tagespreis sparen. Auch All-inclusive-Pakete mit Sonnenschirm, Mittagessen und Freizeitaktivitäten sind dort für 35 bis 55 Euro erhältlich. An der Tyrrhenischen Küste rund um Maratea sind die Preise gegenüber 2025 nahezu stabil geblieben. Ein Sonnenschirm mit zwei Liegen kostet dort zwischen 28 und 38 Euro.











