Er wurde 88 Jahre alt
Künstler Georg Baselitz ist tot
Aktualisiert am 30.04.2026 – 17:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Trauer um Georg Baselitz. Der Maler ist für seine innovativen, expressiven Gemälde bekannt. Nun ist er mit 88 Jahren gestorben.
Seine Karriere startete er in den Sechzigerjahren. Sein Ölgemälde „Die große Nacht im Eimer“ löste einen Skandal aus. Jetzt ist der deutsch-österreichischer Maler Georg Baselitz im Alter von 88 Jahren gestorben. Das berichtete die Zeitung „Welt“ aus dem Umfeld des Künstlers. Auch sein Atelier bestätigte dies dem „Spiegel“-Magazin.
Baselitz wuchs in einer Zeit auf, die ihn prägte: Zerstörung und Leid des Zweiten Weltkriegs begleiteten seine Kindheit. Sein erstes Kunststudium in Ost-Berlin brach er ab und siedelte nach West-Berlin über, wo er es abschloss.
Seine Karriere begann bereits in den Sechzigern, wenige Jahre nach seiner Übersiedlung von Ost-Berlin in den Westen im Jahr 1958. Dort sei er erstmals intensiv mit US-Gegenwartskunst in Berührung gekommen, die er als „die beste Kunst der Welt“ bezeichnete.
Früh sorgte er für Aufsehen. Sein Ölgemälde „Die große Nacht im Eimer“ galt als obszön und löste einen Skandal aus. Es zeigte eine masturbierende Figur und machte ihn schlagartig bekannt. Es wurde wegen angeblicher Unanständigkeit sogar beschlagnahmt.
Den internationalen Durchbruch brachten ihm schließlich Bilder, auf denen er die Motive auf den Kopf stellte. Das erste davon, „Der Wald auf dem Kopf“, entstand 1969. Mit dieser Technik wollte Baselitz vertrauten Motiven eine neue Dimension verleihen, weder rein gegenständlich noch abstrakt.











