Das ist der Mann, der Man City übernehmen soll
Im Januar entlassen, nun Guardiola-Nachfolger
19.05.2026 – 21:07 UhrLesedauer: 3 Min.

Nach zehn Jahren steht Pep Guardiola bei Manchester City vor dem Abschied. Seine Nachfolge scheint bereits geregelt. Es ist ein Mann, der trotz zweier Titel als gescheitert gilt.
In Manchester neigt sich eine Ära dem Ende entgegen. Am Montagabend berichteten englische Medien übereinstimmend, dass Pep Guardiola Manchester City am Ende dieser Saison und damit ein Jahr vor dem Ende seiner Vertragslaufzeit verlassen wird. Am Sonntag wird er demnach beim abschließenden Ligaspiel dieser Saison gegen Aston Villa zum letzten Mal für die „Skyblues“ an der Seitenlinie stehen.
Unabhängig davon, ob er Tabellenführer Arsenal auf den letzten Metern noch abfangen kann, geht Guardiola als einer der erfolgreichsten Trainer in die englische Fußballgeschichte ein. 20 Titel hat er seit seinem Amtsantritt 2016 gesammelt, dazu national den Spielstil vieler Teams geprägt. Es sind fraglos riesige Fußstapfen, die der Katalane hinterlässt. Umso bemerkenswerter ist es, wie schnell sich die Klubbosse offenbar auf einen Nachfolger festgelegt haben: Enzo Maresca wird übereinstimmenden Medienberichten zufolge das schwere Erbe antreten.
Enzo Maresca arbeitete schon zweimal bei Manchester City
Der Italiener wird seit Monaten gehandelt, intern soll sich der Klub schon vor langer Zeit auf Maresca festgelegt haben. Für den 46-Jährigen spricht vor allem, dass er das Umfeld von Manchester City bestens kennt. Von 2020 bis 2021 trainierte er die zweite Mannschaft der „Skyblues“, in der Triple-Saison 2022/23 arbeitete er als Assistent von Guardiola.
2021 hatte sich der Italiener kurzzeitig als Coach in Parma versucht, seine Karriere als Cheftrainer nahm aber erst nach seinem zweiten Halt bei Manchester City wirklich Fahrt auf. 2023/24 führte er Leicester City zurück in die Premier League, zog dann zum FC Chelsea weiter.
Die Zeit in London darf als durchwachsen betrachtet werden. Im Schnitt holte Maresca mit den „Blues“ 1,97 Punkte pro Spiel, gewann die Conference League und die auf 32 Teilnehmer aufgeblähte Klub-WM. In der Premier League konnte er aber nicht ganz oben angreifen, in der Champions League standen deutlichen Siegen über den FC Barcelona (3:0) und Ajax Amsterdam (5:1) enttäuschende Auftritte gegen Qarabağ Ağdam (2:2) oder Atalanta Bergamo (1:2) gegenüber. Maresca bekam keine Konstanz in die Leistungen seiner Mannschaft und musste zum Jahreswechsel gehen.
Bei Chelsea war Marescas Spielstil ein Problem
Innerhalb des jungen Chelsea-Teams hatte er weitestgehend einen guten Stand – anders als bei den Fans des Klubs. Maresca glänzte nicht mit charismatischem Auftreten, präsentierte sich vereinzelt dünnhäutig. Zudem passte sein Spielstil nicht zu dem, was die Anhänger in London über Jahre gewohnt waren: Der Italiener predigt das Positionsspiel, den Fokus auf Ballbesitz und ein eher langsames Spiel nach vorn.
