Deutscher Trainer betroffen

Spionage: Englischer Zweitligist für Aufstiegsspiele suspendiert

19.05.2026 – 21:53 UhrLesedauer: 1 Min.

Tonda Eckert ist seit Dezember letzten Jahres Trainer des FC Southampton. (Quelle: IMAGO/Simon Dael/Shutterstock/imago)

Die pikanten Spionage-Vorwürfe haben für den FC Southampton harte Konsequenzen. Gegner Middlesbrough rutscht ins Playoff-Finale um den Aufstieg. Für die kommende Saison gibt es einen Punktabzug.

Der FC Southampton darf nicht mehr auf den Aufstieg in die englische Premier League hoffen. Wegen einer Spionage-Affäre wurde der Klub vom deutschen Trainer Tonda Eckert aus dem Finale der Aufstiegs-Play-offs ausgeschlossen.

Das teilte die English Football League (EFL) mit. Zusätzlich erhielt Southampton für die kommende Zweitliga-Saison einen Abzug von vier Punkten.

Damit bestreiten nun Hull City und der FC Middlesbrough am Samstag das Finale in Wembley. Southampton hatte sich zuvor im Halbfinale gegen Middlesbrough durchgesetzt.

Vor dem Hinspiel war allerdings ein Mitarbeiter der „Saints“ dabei beobachtet worden, wie er das Training des Gegners filmte. Laut EFL räumte Southampton „mehrere Verstöße gegen die EFL-Regularien im Zusammenhang mit dem unerlaubten Filmen des Trainings anderer Vereine“ ein.

Southampton soll mehrere Klubs ausgespäht haben

Nach Angaben der Liga soll Southampton im Verlauf der Saison auch Trainingseinheiten von Oxford United und Ipswich Town ausgespäht haben. Der Klub kann noch Berufung gegen das Urteil einlegen. Laut EFL will Southampton bis Mittwoch über das weitere Vorgehen entscheiden.

Middlesbrough begrüßte die Entscheidung der Liga. Die Strafe sende „eine klare Botschaft für die Zukunft unseres Sports in Bezug auf sportliche Integrität und Verhalten“, teilte der Verein mit.

Eckert war nach Bekanntwerden der Affäre mehrfach auf den Vorfall angesprochen worden. Auf Pressekonferenzen nach den Spielen gegen Middlesbrough verließ der 33-Jährige nach Nachfragen verärgert den Raum.

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