Bis zu 40 Grad

Urlaubsländer: Was jetzt wegen der Hitze verboten ist


22.06.2026 – 12:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Kolosseum in Rom: Touristen schützen sich mit Regenschirmen vor der Sonne. (Quelle: IMAGO/Claudia Chieppa)

In den typischen Urlaubsländern ächzen Einwohner und Gäste unter Hitze von bis zu 40 Grad. Hitzeschutzräume sollen Zuflucht bieten, große Menschenansammlungen gemieden werden.

Angesichts anhaltender Hitze haben betroffene Mittelmeerländer Verbote erlassen und Schutzmaßnahmen eingeführt. Ziel ist es, Beschäftigte, die Bevölkerung und Urlauber vor den gesundheitlichen Folgen der hohen Temperaturen von bis zu 40 Grad plus zu schützen.

Spanien: Restaurant-Terrassen müssen schließen

So gelten im Gastgewerbe in Spanien künftig strengere Regeln: Bars und Restaurants müssen ihre Außenterrassen bei offiziellen Hitzewarnungen schließen, sofern dort keine wirksamen Kühlsysteme wie Beschattung oder Sprühnebelanlagen vorhanden sind. Die Vorgaben sind Teil eines neuen Tarifvertrags für die Branche, den Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften gemeinsam vereinbart haben. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von mehr als 50.000 Euro.

Zudem sind Betriebe verpflichtet, ihren Beschäftigten unter anderem Zugang zu kaltem Wasser, leichte Arbeitskleidung sowie häufigere Schichtwechsel zu ermöglichen. Besonders belastende Arbeiten im Freien (Baustellen, Müllabfuhr, Landwirtschaft) sollen während der heißesten Tagesstunden vermieden werden.

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Madrid: Einheimische hasten durch die Straßen. Regenschirme bieten Schutz vor der Sonne. (Quelle: IMAGO/David Canales / SOPA Images/imago)

Auch öffentliche Veranstaltungen werden an die Wetterlage angepasst. In Madrid war am Sonntag das geplante Public Viewing des WM-Spiels zwischen Spanien und Saudi-Arabien (4:0) abgesagt worden. Die Behörden begründeten die Entscheidung mit dem Schutz von Besuchern, Mitarbeitern und Einsatzkräften. Ob auch das Public Viewing für das dritte Gruppenspiel der Spanier am kommenden Samstag gegen Uruguay abgesagt werden muss, steht noch nicht fest. Die Wetterlage in Madrid soll sich bis dahin kaum ändern.

Die Hitzewelle betrifft weite Teile des Landes. Für zahlreiche Regionen galten zuletzt erhöhte Warnstufen der staatlichen Wetterbehörde Aemet, im Baskenland wurde sogar die höchste Alarmstufe ausgerufen. In Barcelona wurde die Zahl der Hitzeschutzräume aufgestockt. Besonders stark betroffen ist auch Andalusien, wo Temperaturen um 40 Grad erwartet wurden.

Ein Thermometer in Madrid zeigt 42 Grad plus an. (Quelle: IMAGO/C. Carvajal/JNA Press)

Italien: Klima-Zufluchtsorte schaffen

Italien reagiert ebenfalls auf die zunehmende Hitzebelastung mit langfristigen Anpassungsmaßnahmen. In Rom, wo seit Ende Mai wiederholt Temperaturen von bis zu 38 Grad gemessen wurden, setzen Stadtverwaltung, Gesundheitsministerium und Zivilschutz auf mehr Begrünung und zusätzliche Wasserflächen, um die Aufheizung der Stadt zu begrenzen. Nach Angaben des städtischen Klimabüros sollen versiegelte Flächen reduziert und sogenannte Klima-Zufluchtsorte geschaffen werden, an denen Menschen ohne Klimaanlage Schutz vor der Hitze finden. Zudem verfügt die italienische Hauptstadt über rund 3.600 öffentliche Trinkbrunnen.

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