Beim FC Bayern sucht man einen Stürmer mit Format und einer gewissen Torgarantie. Für genau dieses Profil gibt es einen idealen Kandidaten.
Als Robert Lewandowski im Sommer 2022 den FC Bayern Richtung Barcelona verließ, wirkte seine Geschichte bei den Münchnern auserzählt. Der Pole wollte noch einmal etwas Neues erleben, Bayern wollte den Umbruch. Der Abschied verlief nicht geräuschlos, teilweise sogar verbittert. Eine Rückkehr schien ausgeschlossen.
Vier Jahre später klingt die Idee, dass er zu den Bayern zurückkehrt, plötzlich erstaunlich logisch. Nicht als nostalgische PR-Aktion. Nicht als sentimentaler Versuch, vergangene Erfolge zu kopieren. Sondern als nüchterne Antwort auf ein Problem, das Bayern trotz Harry Kane bis heute nicht gelöst hat. Denn der deutsche Rekordmeister hat kein Stürmerproblem. Er hat ein Backup-Problem.
Mit Kane besitzt Bayern einen der besten Mittelstürmer der Welt. Der Engländer garantiert Tore, Struktur und Verlässlichkeit. Gleichzeitig wurde in den vergangenen beiden Spielzeiten aber auch sichtbar, wie abhängig die Münchner von ihm inzwischen sind. Sobald Kane fehlt, geschont werden muss oder nicht auf der Höhe ist, verliert Bayerns Offensive sofort an Klarheit.
Die Leihe von Nicolas Jackson war teuer, der Erfolg aber übersichtlich. Eine Weiterverpflichtung des Senegalesen ist ausgeschlossen. Mit Jonah Kusi-Asare kehrt ein talentierter Stürmer nach einer Leihe nach Fulham zum deutschen Rekordmeister zurück, aber mehr als Ansätze konnte der 18-Jährige bisher nicht nachweisen. Für die Ansprüche der Münchner ist das noch zu wenig.
Bayern braucht niemanden für die Zukunft, sondern die Gegenwart
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht: Wer ist Bayerns Stürmer der Zukunft? Sondern: Wer kann Kane sinnvoll entlasten, ohne neue Baustellen zu schaffen? Genau hier wird Lewandowski für die Münchner interessant.
Ein jüngerer Stürmer vom Format eines Robert Lewandowski ist für die Rolle des Ersatzmannes zu teuer. Mit Anthony Gordon von Newcastle United sollte ein flexibler Spieler für die Offensive kommen, der sowohl auf dem Flügel als auch im Sturmzentrum spielen kann. Der Engländer steht allerdings wohl vor der Einigung mit dem FC Barcelona, um dort Lewandowski zu ersetzen.
Außerdem kennt Lewandowski den Klub, die Bundesliga und den Erwartungsdruck. Vor allem aber müsste er dieses Mal nicht mehr der Mittelpunkt sein. Genau das unterscheidet die heutige Situation fundamental von jener im Sommer 2022.
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