Was tun, wenn das Geld nicht reicht?
Eigenanteil steigt weiter: Pflege wird über 300 Euro im Monat teurer
14.07.2026 – 10:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Pflegeheime in Hamburg werden wieder teurer. Die Eigenbeteiligung ist innerhalb eines Jahres stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt.
Pflegebedürftige in Hamburg müssen für einen Platz im Pflegeheim immer tiefer in die Tasche greifen. Zum 1. Juli lag die monatliche Eigenbeteiligung im ersten Heimjahr nach Angaben des Verbands der Ersatzkassen (vdek) im Schnitt bei 3.481 Euro. Das sind 302 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Damit fiel der Anstieg in Hamburg höher aus als im Bundesdurchschnitt.
Deutschlandweit stieg die Eigenbeteiligung innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 256 Euro auf 3.364 Euro pro Monat. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt unter anderem von den Personalkosten sowie den Investitionen der jeweiligen Bundesländer ab. Hamburg gehört damit weiterhin zu den teureren Standorten für einen Pflegeheimplatz.
Was die Kosten deutlich verringern könnte
Der vdek fordert deshalb, dass die Länder künftig die Investitions- und Ausbildungskosten vollständig übernehmen. Nach Berechnungen des Verbands müssten Heimbewohner dadurch im Schnitt rund 650 Euro weniger pro Monat selbst zahlen.
Mit längerer Aufenthaltsdauer sinkt die Eigenbeteiligung, weil die Pflegeversicherung einen steigenden Zuschuss zahlt. Reichen Rente und Vermögen dennoch nicht aus, können Pflegebedürftige unter bestimmten Voraussetzungen beim Sozialamt sogenannte Hilfe zur Pflege beantragen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Antrag möglichst früh zu stellen, da die Leistungen in der Regel erst ab dem Zeitpunkt der Antragstellung gewährt werden und nicht rückwirkend.











