Platzwunde, Prellungen, Hämatom

Mann lässt Schwerverletzten liegen – weil er keine Zeit hat


Aktualisiert am 20.10.2026 – 12:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Fahrradunfall (Symbolbild): Erst ein Passant half dem schwer verletzten Radfahrer. (Quelle: IMAGO/imago)

Ein Radfahrer liegt schwer verletzt auf einer Straße in Bayern. Als er einen E-Scooter-Fahrer um Hilfe bittet, passiert etwas Unerwartetes.

In Oberfranken soll ein unbekannter E-Scooter-Fahrer einen schwer verletzten Radfahrer einfach liegen gelassen haben. Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls von Montagabend und bittet den E-Scooter-Fahrer, sich zu melden.

Zu dem Unfall kam es in Pressig im Landkreis Kronach, gut 100 Kilometer nördlich von Nürnberg. Nach den bisherigen Erkenntnissen befuhr der 29 Jahre alte Pedelec-Fahrer einen Radweg an einer Bundesstraße, als ihm der E-Scooter-Fahrer entgegenkam. „Der Radfahrer bemerkte den entgegenkommenden E-Scooter-Fahrer offenbar zu spät“, schilderten die Beamten. Daraufhin sei es zum Unfall gekommen. Ob die beiden Fahrzeuge tatsächlich kollidierten, sei Gegenstand der Ermittlungen, hieß es.

Der schwer verletzte Radfahrer sei auf dem Radweg liegen geblieben und habe den E-Scooter-Fahrer um Hilfe gebeten. „Dieser soll entgegnet haben, dass er keine Zeit habe und zur Arbeit müsse“, so die Beamten. Danach sei er einfach davongefahren, ohne zu helfen. Erst ein 20 Jahre alter Passant entdeckte den Schwerverletzten später und rief die Rettungskräfte.

Nach Unfall weitergefahren: So wird Verdächtiger beschrieben

Der 29-Jährige erlitt ein Hämatom am rechten Auge, Prellungen und Schürfwunden im Gesicht, eine Platzwunde am Kopf sowie Prellungen an der rechten Hand. An seinem Pedelec entstand ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro.

Den Unfallbeteiligten beschrieb der Verletzte als etwa 1,80 Meter groß und von schlanker Statur. Er sei mit einem weißen Kapuzenpullover bekleidet gewesen. Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter 09263/975020 zu melden.

Die Polizei behandelt den Fall als Verkehrsunfallflucht. Laut Strafgesetzbuch droht dem Unbekannten eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Share.
Die mobile Version verlassen