Gegen Griechenland spielt Deutschland eine gute erste Hälfte, fällt im zweiten Durchgang etwas ab. Auch, weil von der Bank wenig Schwung kommt. Die Einzelkritik.
Aus Thessaloniki berichtet Benjamin Zurmühl
Am Ende sollte es doch nicht mehr fallen, das goldene 1:0. Zwar rannte die DFB-Elf 90 Minuten lang an, doch die griechische Defensive hielt. Das einzige Tor des Abends durch Jonathan Burkardt erkannte das Schiedsrichter-Gespann aufgrund eines Handspiels von Tom Bischof in der Entstehung ab.
Und so stand am Ende ein ordentliches 0:0, das das Weiterkommen in der Nations League immer noch möglich macht. Zwei Siege gegen Serbien und die Niederlande im November sind dafür aber entscheidend. Das Fazit nach dem Spiel fiel positiv aus.
Ersatzkapitän Florian Wirtz sagte bei RTL: „Wir haben ziemlich viel Druck aufgebaut, aber das scheiß Tor nicht gemacht. Das ist ärgerlich.“ Das Team sei erst seit einer Woche zusammen, „es ist wirklich nicht alles schlecht“, schob er nach.
Spielmacher Wirtz, der groß aufspielende Derry Scherhant und die anderen DFB-Stars kombinierten sich im Toumba-Stadion von PAOK Saloniki zwar immer wieder nah an einen Torerfolg heran, doch es fehlte im letzten Akt des Länderspiel-Viererpacks die Genauigkeit im Passspiel und im Abschluss.
Im Tor konnte sich Klopp wieder auf Jonas Urbig verlassen. Der Bayern-Keeper zeigte eine Riesentat bei einem Kopfball von Georgios Masouras, parierte die beste griechische Chance mit einem guten Reflex.
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Der gute Auftritt von Scherhant und Urbig spiegelte sich auch in den t-online-Noten wider. Dabei waren sie nicht die einzigen Neulinge, die überzeugen konnten. Ein anderer hingegen fiel deutlich ab. Um wen es dabei geht, erfahren Sie hier oder oben in der Fotoshow.
„Eher überrascht als enttäuscht“
Bundestrainer Jürgen Klopp zeigte sich mit der Leistung seines Teams trotz des erneut verpassten Sieges gegen Griechenland „sehr zufrieden“. „Die Jungs haben ein unglaubliches Fußballspiel gemacht, das in allen Bereichen top war, richtig top war“, sagte der Bundestrainer nach der Partie. Er sei „sehr angetan von der Mannschaft und der Art und Weise, wie wir es gemacht haben. Das hat mich tendenziell eher überrascht, als ich enttäuscht bin“.
Die Zeit der Experimente ist nun vorerst vorbei. Für den November mit Spielen in Serbien (Belgrad/13.11.) und gegen die Niederlande (Berlin/16.11.) wird Klopp ein stark komprimiertes Aufgebot berufen. Sein XXL-Casting mit zwei Kadern und insgesamt 44 Nominierten soll einmalig bleiben. Bald geht es um Stammplätze.









