Schauspieler mit klarer Ansage
AfD-Sieg: Dieter Hallervorden reagiert auf eine Frage deutlich
07.09.2026 – 00:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Große Enttäuschung bei Dieter Hallervorden. Der Schauspieler erlebt bei der Wahlparty der CDU ein Debakel. Hinterher äußert er sich vielsagend.
Der Schauspieler Dieter „Didi“ Hallervorden hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine Mitschuld am Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt gegeben. Hallervorden übte in der ARD Kritik an der Politik in Berlin. „Der Bundeskanzler wird irgendwann nicht mehr Merz heißen, das ist ganz sicher“. Merz habe viel Schuld daran, dass man der CDU auch bundesweit nichts mehr zutraue. „Das hat eine schlechte Begleitmusik ergeben für Sachsen-Anhalt.“
Er sei sehr freiheitsliebend, sagte der 90-Jährige, von daher mache ihn das Ergebnis sehr traurig. Er sei aber auch Demokrat, daher habe er das Wahlergebnis zu akzeptieren. Hallervorden wurde 1935 in Dessau, in Sachsen-Anhalt, geboren. 2022 gründete er in der dortigen Marienkirche das Mitteldeutsche Theater. Ein Haus, das ohne staatliche Subventionen geführt wird un vor allem einheimischen Künstlern eine Bühne bietet.
Hallervorden: „Werde mich nicht nach den Vorgaben der AfD richten“
Gefragt nach der Zukunft des Theaters sagte Hallervorden: „Für Kulturschaffende wird es jetzt schwierig, weil die AfD verlangt ja von uns patriotische Pflichtbekenntnisse.“ Er habe allerdings nicht vor, den Rechtsextremen Zugeständnisse zu machen. „Ich werde trotz des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt bleiben. Ich werde mein Publikum weiter unterhalten, so wie ich es für richtig halte, ohne mich nach den Vorgaben der AfD zu richten.“
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Der Kabarettist Hallervorden war Gast bei der Wahlparty der CDU in Magdeburg. An Auftritten Hallervordens mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) im Wahlkampf hatte es zahlreiche Kritik gegeben. Der Kabarettist und Schauspieler hatte diese Auftritte auch für scharfe Kritik am Kurs von CDU und SPD in der Bundesregierung genutzt. Er appellierte aber vor allem immer wieder and die Bürger Sachsen-Anhalts, dem rechtsextremen Landesverband der AfD nicht ihre Stimme zu geben.
Unter anderem hatte er dafür in einem eigens produzierten Wahlaufruf gemeinsam mit seinem Sohn Johannes vor der Kamera gestanden. Darin warben die beiden für die Demokratie und den Erhalt der Freiheit und warnten vor einem erneuten Aufstieg der Rechten in Deutschland.
