Experten fordern Eingreifen der Regierung
ADAC-Auswertung zeigt: Dieselpreis knackt nächsten Rekord
04.04.2026 – 16:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Dieselpreis hat erneut einen Rekordwert erreicht – bereits den vierten in Folge. Der ADAC sieht das Österreich-Modell als mitverantwortlich.
Die Kraftstoffpreise sind am Ostersamstag erneut gestiegen. Das zeigen Daten des ADAC. Besonders auffällig ist der Preissprung ab 12 Uhr: Der durchschnittliche Preis für einen Liter E10 stieg von 2,154 Euro auf 2,234 Euro. Noch stärker ging der Dieselpreis nach oben: Er stieg um 9,4 Cent von 2,392 Euro auf 2,486 Euro und damit auf einen neuen Rekordwert – den vierten in Folge.
Aus Sicht der ADAC-Analysten habe „die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell das hohe Preisniveau also nicht reduziert. Stattdessen hat es die Entwicklung nach oben eher befördert.“ Nun müssten das Bundeskartellamt und Länderbehörden eingreifen, fordert der ADAC.
Das sogenannte „Österreich-Modell“ erlaubt den Tankstellen-Betreibern nur noch eine Preiserhöhung pro Tag – am Mittag um 12 Uhr. Absenkungen sind dagegen unbegrenzt häufig erlaubt. Die Hoffnung auf eine Entlastung der Verbraucher sieht der ADAC nicht bestätigt: „Stattdessen führt die geringere Flexibilität von Mineralölkonzernen offenbar eher dazu, dass Unsicherheiten wie ein gegebenenfalls steigender Ölpreis vorweggenommen werden. Inwiefern die Möglichkeit, Preise jederzeit zu senken, genutzt wird, ist fraglich.“
Die Kritik des ADAC gilt nicht nur der Politik, sondern auch den Mineralölkonzernen. Deren Preisaufschläge seien „unangemessen“: „Der Anstieg vom 1. auf den 2. April ließ sich noch teilweise nachvollziehen, weil auch Rohöl vom einen auf den anderen Tag deutlich teurer wurde und sein Preis von 100 auf 110 Dollar stieg. Am Karfreitag gab es diese Entwicklung wegen geschlossener Handelsplätze aber nicht.“ Engpässe befürchten die Experten jedoch nicht: Die Lieferungen nach Deutschland seien zwar teuerer als zuvor, aber gewährleistet.












