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Home » Diese zwei Krankenkassen gibt es schon bald nicht mehr
Gesundheit

Diese zwei Krankenkassen gibt es schon bald nicht mehr

By zeit-heute.deApril 15, 20263 Mins Read
Diese zwei Krankenkassen gibt es schon bald nicht mehr
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Fusionen angekündigt

Diese zwei Krankenkassen sind bald Geschichte


Aktualisiert am 15.04.2026 – 04:02 UhrLesedauer: 3 Min.

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Die Zahl der Krankenkassen geht weiter zurück: Gleich zwei Fusionen sollen zum Jahreswechsel vollzogen werden. (Quelle: IMAGO/ Wolfilser/imago)

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Die Zahl der Krankenkassen sinkt seit Jahren, nun könnte sie weiter schrumpfen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann geht das nicht weit genug: Er schlägt eine Reduzierung auf zehn Kassen vor.

93 Krankenkassen gibt es derzeit in Deutschland. Zu viele, bemängeln Kritiker. Zum Ende dieses Jahres könnten es jedoch zwei weniger sein. So gibt zum einen die Berliner Betriebskrankenkasse mkk bekannt, eine strategische Kooperation mit der BKK Pfalz geschlossen zu haben und eine Fusion zum Jahreswechsel anzustreben.

Die BKK Pfalz hat derzeit rund 140.000 Versicherte, die mkk rund 520.000. Zwar läge man auch nach einer Fusion weiter deutlich hinter Schwergewichten wie der Techniker (12,3 Millionen Versicherte), Barmer (8,2 Millionen) und DAK Gesundheit (5,4 Millionen), würde mit insgesamt 660.000 Kunden jedoch zu den 25 größten Krankenkassen in Deutschland zählen. Die Kasse soll nach Zusammenschluss mkk heißen.

Kassen stehen vor Herausforderungen

„Die gesetzlichen Krankenkassen befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel“, schreibt die mkk in einer aktuellen Pressemitteilung. So stellten steigende Ausgaben, wachsende Anforderungen durch die Digitalisierung, aber auch der Fachkräftemangel die Krankenkassen vor große Herausforderungen, denen man mit der Bündelung der eigenen Kräfte begegnen wolle.

Die beiden Betriebskrankenkassen stehen mit ihrer geplanten Fusion zum Jahreswechsel 2027 nicht allein. Auch die Salus BKK und die BIG direkt gesund haben einen Zusammenschluss angekündigt. Beide Kassen verweisen ebenfalls auf die wachsenden Herausforderungen, die für größere Organisationen besser zu bewältigen seien. „Deshalb ist die geplante Fusion für uns ein konsequenter Schritt, um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern“, begründet Robert Leitl, Verwaltungsratsvorsitzender der BIG direkt gesund, den Schritt. Künftig wollen die Kassen unter dem Namen der BIG direkt gesund firmieren. Zusammen kommen sie auf rund 650.000 Kunden.

Damit die Fusionen endgültig beschlossen werden, braucht es noch einen Beschluss der jeweiligen Verwaltungsräte. Zudem muss auch das Bundesamt für Soziale Sicherung als zuständige Rechtsaufsicht der Vereinigung zustimmen.

Was sich für die Kunden ändert

Für die Versicherten werde sich bis zur Fusion nichts ändern, teilt eine Sprecherin der mkk im Gespräch mit t-online mit. Zusatzleistungen und Zusatzbeiträge blieben wie bisher.

Mit der Fusion werden die Versicherten automatisch Mitglied der neuen Krankenkasse. Nach einer Fusion können sich jedoch die Zusatzleistungen ändern. Auch die Zusatzbeiträge könnten angepasst werden. In diesem Fall greift für die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht. Dieses gilt jedoch nur bis zum Ende des Monats, in dem die Kasse den erhöhten Beitrag das erste Mal erhebt. Die Kündigungsfrist beträgt dann zwei Monate.

Die Zahl der Krankenkassen ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Gab es im Jahr 1990 noch 1.147 Kassen, reduzierte sich die Zahl bis zum Jahr 2000 auf 420. Seitdem hat sich deren Zahl weiter auf 93 verringert.

Linnemann fordert Reduzierung auf 10 Kassen

Geht es nach CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, sind das jedoch immer noch zu viele. „Wir haben immer noch über 90 Krankenkassen, die in der Regel die gleichen Leistungen anbieten. Riesen Verwaltungsvolumen, da müssen wir ran. Mindestens die Hälfte. Ich finde, zehn Krankenkassen in Deutschland reichen“, sagte Linnemann in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv.

Auf die Frage, wie er eine solche Reduzierung durchsetzen wolle, sagte Linnemann, man könne zum Beispiel eine Schwelle bei der Zahl der Mitglieder setzen, etwa bei 200.000 oder 250.000. „Ich habe nichts gegen Wettbewerb, aber so richtigen Wettbewerb gibt es nicht unter den Krankenkassen. Die Leistungen sind gleich.“

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