Wichtig im Sommer
Diese Medikamente können Ihre Haut lichtempfindlicher machen
Aktualisiert am 05.08.2026 – 07:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Blutdrucksenker, Antibiotika oder Schmerzmittel: Wer Tabletten einnimmt, muss eventuell besonders auf Sonnenschutz achten. Sonnencreme allein reicht aber oft nicht aus.
Viele Menschen genießen jetzt jede Minute im Freien. Doch wer bestimmte Medikamente einnimmt, sollte besonders vorsichtig sein. Einige Arzneimittel können die Haut deutlich empfindlicher gegenüber UV-Strahlung machen. Schon kurze Aufenthalte in der Sonne reichen dann aus, um einen starken Sonnenbrand oder juckende Hautreaktionen auszulösen.
Besonders bekannt ist dieser Effekt bei bestimmten Entwässerungstabletten gegen Bluthochdruck. Vor allem einige sogenannte Diuretika – also entwässernde Medikamente – können das Risiko erhöhen. Wer solche Präparate einnimmt, sollte seine Haut deshalb besonders gut schützen und regelmäßig zur Hautkrebs-Früherkennung gehen.
Welche Medikamente können betroffen sein?
Lichtempfindlichkeit ist keine seltene Nebenwirkung. Sie kann bei ganz unterschiedlichen Medikamentengruppen auftreten. Dazu gehören unter anderem:
- bestimmte Entwässerungsmittel (Diuretika) und andere Blutdrucksenker,
- einige Antibiotika,
- verschiedene Schmerzmittel, darunter Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac,
- bestimmte Antidepressiva,
- einige Medikamente gegen Diabetes,
- Mittel gegen Herzrhythmusstörungen,
- manche Akne-Medikamente sowie
- einzelne Antihistaminika gegen Allergien.
Auch weitere Arzneimittel können unter Umständen die Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht machen. Ob ein Präparat betroffen ist, steht in der Packungsbeilage oder lässt sich in der Apotheke oder Arztpraxis erfragen.
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Warum reagiert die Haut plötzlich so empfindlich?
Die Kombination aus Medikament und Sonnenlicht kann Hautzellen schädigen. Verantwortlich sind sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen. Häufig entsteht eine sogenannte phototoxische Reaktion. Dabei sieht die Haut aus wie nach einem besonders heftigen Sonnenbrand. Die Beschwerden treten oft schon wenige Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf, manchmal aber auch erst am nächsten Tag.
Seltener entwickelt sich eine photoallergische Reaktion. Dabei bildet sich einige Tage später ein roter, stark juckender Hautausschlag, der an ein Ekzem erinnert. Er kann sogar an Körperstellen auftreten, die gar nicht direkt der Sonne ausgesetzt waren.
Sonnencreme allein schützt oft nicht ausreichend
Wer Medikamente mit dieser Nebenwirkung einnimmt, sollte sich nicht allein auf Sonnencreme verlassen. Experten empfehlen, die intensive Mittagssonne möglichst zu meiden und direkte Sonneneinstrahlung zu begrenzen.
- Tragen Sie möglichst dicht gewebte, langärmlige Kleidung und einen breitkrempigen Hut.
- Verwenden Sie eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, die sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützt. Wie lange Sie Sonnencreme nutzen können oder ob Sie angefangene Cremepackungen besser entsorgen sollten, erfahren Sie hier.
- Tragen Sie die Creme bereits 15 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auf und erneuern Sie den Schutz alle zwei Stunden.
- Denken Sie daran, dass auch Sonnenlicht hinter Fensterscheiben oder im Auto noch viel UVA-Strahlung enthält. Normales Fensterglas hält diese Strahlen nur unzureichend ab.
Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Medikamentendosis und je kürzer der Aufenthalt in der Sonne, desto geringer fällt meist das Risiko für Hautreaktionen aus.











