Anatomie der Vorsteherdrüse
Das sind die zwei Problemzonen der Prostata
Aktualisiert am 08.03.2026 – 07:36 UhrLesedauer: 3 Min.
Im Alter macht die Prostata oft Probleme. Gutartige Vergrößerung oder Krebs – welche Bereiche der Vorsteherdrüse besonders anfällig sind.
Die Prostata ist für die männliche Gesundheit von zentraler Bedeutung. Mit zunehmendem Alter verursacht sie häufig Beschwerden. Probleme beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und ungewollter Harnverlust sind nur ein paar Beispiele. Bestimmte Bereiche der Prostata sind besonders anfällig für Veränderungen. Beispielsweise tritt in der peripheren Zone gehäuft Krebs auf. Was Männer über die fünf Zonen der Prostata wissen sollten.
Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist eine etwa kastaniengroße Drüse. Sie liegt direkt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre. Die Prostata besteht aus Drüsengewebe, glatter Muskulatur und einer festen Bindegewebekapsel. Sie wiegt zwischen 20 und 25 Gramm. Ihre Hauptaufgabe ist die Bildung von saurem Sekret, das die Beweglichkeit der Spermien unterstützt. Die Geschlechtsdrüse ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil für die Fruchtbarkeit des Mannes.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Prostatabeschwerden. Zu den häufigsten Erkrankungen der Vorsteherdrüse gehören die gutartige Vergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH), die Prostataentzündung (Prostatitis) und Prostatakrebs (Prostatakarzinom). Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Laut dem Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut (RKI) lag die Zahl der Neuerkrankungen im Jahr 2022 bei rund 74.895 Fällen.
Eine kranke Prostata macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar. Zu den häufigen Beschwerden gehören:
Bei diesen Symptomen sowie anderen urogenitalen Beschwerden sollten Männer einen Urologen aufsuchen und die Ursache abklären lassen.
Ärzte unterteilen die Prostata in verschiedene Bereiche. Die anatomische Aufteilung der Prostata ist wichtig für die Zuordnung von Befunden und Gewebeproben. Klinisch wird die Zoneneinteilung nach McNeal bevorzugt. Der US-amerikanische Pathologe John E. McNeal teilte die Prostata in fünf funktionelle Zonen auf:
Die fünf Zonen der Prostata unterscheiden sich in ihrer Krankheitsanfälligkeit. Besonders zwei Zonen gelten als anfällig für krankhafte Veränderungen: die periphere Zone und die Transitionszone. Die Transitionszone vergrößert sich im Laufe des Lebens aufgrund hormoneller Veränderungen. Dieses Wachstum ist gutartig und führt zur benignen Prostatahyperplasie. Die Harnröhre wird eingeengt und es können Probleme beim Wasserlassen auftreten, etwa ein abgeschwächter Harnstrahl und Nachträufeln nach dem Wasserlassen.
In der peripheren Zone entstehen die meisten Prostatakarzinome. Prostatakrebs kann unterschiedlich verlaufen. Während manche Tumoren klein sind und nur langsam wachsen, breiten sich andere rasch aus. Eine Untersuchung der Tumorzellen zeigt, wie aggressiv der Krebs ist. Prostatakrebs lässt sich meist gut behandeln und gehört zu den Krebsarten mit den größten Heilungschancen. Je früher der Krebs erkannt und therapiert wird, desto besser ist die Prognose. Früherkennungsuntersuchungen kommt hierbei eine wichtige Rolle zu, denn: Im frühen Stadium verursacht der Tumor in der Regel keine Beschwerden.











