Referendum zu Olympia
Hamburg sagt Ja – aber nur in den reichen Stadtteilen
31.05.2026 – 21:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Hamburg sagt Nein zu Olympia. Doch nicht überall fiel das Olympia-Votum gleich aus. Welche Stadtteile die Spiele wollten.
Dort, wo die Zustimmung zu Olympia besonders hoch ausfiel, erzielte auch die CDU überdurchschnittliche Ergebnisse. Zugleich konzentrierte sich die Olympia-Befürwortung auf die wohlhabendsten Stadtteile Hamburgs – darunter die Elbvororte, die Walddörfer, die HafenCity sowie die Vier- und Marschlande.
Bei der Bürgerschaftswahl kam die CDU stadtweit auf 19,8 Prozent. In den Olympia-Hochburgen lag ihr Stimmenanteil meist deutlich darüber. In Nienstedten stimmten 61,4 Prozent für Olympia, die CDU erreichte dort 38,7 Prozent. In Wellingsbüttel votierten 57,3 Prozent mit Ja, die CDU kam auf 40,7 Prozent. Ähnliche Werte zeigen sich in Blankenese, Sasel, Duvenstedt, Poppenbüttel, Othmarschen, Lemsahl-Mellingstedt und Groß Flottbek. Zudem stimmten die Hafencity, Curslack, Altengamme, Rissen, Sülldorf, Blankenese, Altstadt/Neuwerk, Rotherbaum, Uhlenhorst, Harvestehude, Hoheluft-Ost, Eppendorf, Groß Borstel, Marienthal, Volksdorf, Bergstedt und Wohldorf-Ohlstedt für Olympia.
Diese Stadtteile verbindet noch ein weiteres Merkmal: Die Einkommen liegen dort deutlich über dem Hamburger Durchschnitt von 50.727 Euro pro Jahr. In Nienstedten betrug das durchschnittliche Jahreseinkommen 2024 rund 168.400 Euro. Auch Blankenese (158.334 Euro), Groß Flottbek (136.297 Euro) und Othmarschen (125.720 Euro) zählen zu den einkommensstärksten Vierteln der Stadt.
Zugleich ist der Anteil der Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, dort besonders niedrig. Während stadtweit knapp zehn Prozent der Einwohner Sozialleistungen beziehen, liegt die Quote in den Olympia-Ja-Stadtteilen meist zwischen einem und fünf Prozent. Auch bei der Bildung schneiden diese Viertel überdurchschnittlich ab: Mehr als 60 Prozent der Schüler besuchen dort ein Gymnasium, hamburgweit sind es 45 Prozent.












