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Home » DHB-Gegner Norwegen verzweifelt an „Gott“ Andreas Wolff
Sport

DHB-Gegner Norwegen verzweifelt an „Gott“ Andreas Wolff

By zeit-heute.deJanuar 25, 20263 Mins Read
DHB-Gegner Norwegen verzweifelt an „Gott“ Andreas Wolff
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Andreas Wolff überragt

Seine Gegner nennen ihn schon Gott


25.01.2026 – 02:15 UhrLesedauer: 3 Min.

Kaum zu überwinden: Norwegen verzweifelte an Deutschlands Torwart Andreas Wolff.Vergrößern des Bildes

Kaum zu überwinden: Norwegen verzweifelte an Deutschlands Torwart Andreas Wolff. (Quelle: Sina Schuldt/dpa)

Den Sieg der deutschen Handball-Nationalmannschaft im zweiten EM-Hauptrundenspiel gegen Norwegen hielt Andreas Wolff im Alleingang fest. Mitspieler und Gegner überschlugen sich vor Lob.

Aus Herning berichtet Nils Kögler

Der Mann des Abends lieferte eine Weltklasse-Leistung und schwieg. In der Interviewzone der Jyske Bank Boxen glänzte Deutschlands Handball-Nationaltorwart Andreas Wolff mit Abwesenheit. Lieber als über seine eigene Glanzleistung zu sprechen wollte der 34-Jährige wohl über die teils miserable Vorstellung seiner Vorderleute schweigen, die ihn während des zweiten Hauptrundenspiels bei der Handball-EM gegen Norwegen mehrfach lautstark schimpfen ließ.

Angesichts einer vor allem in der ersten Halbzeit schwachen Offensivleistung und auch einer etwas löchrigen Defensive, die selbst nach Wolff-Paraden Probleme hatte, Abpraller zu sichern, war es allein dem Torwart zu verdanken, dass die DHB-Auswahl zur Halbzeit nur mit zwei Toren zurücklag und am Ende noch mit 30:28 gewinnen konnte. Ganze 22 Paraden zeigte Wolff und glänzte mit einer Abwehrquote von 44 Prozent. Deutschland geht deshalb nun mit der optimalen Ausgangslage von sechs Pluspunkten in die entscheidenden Duelle um den Halbfinaleinzug gegen die Übermannschaften aus Dänemark und Frankreich.

Wolffs Mannschaftskollegen wussten, bei wem sie sich dafür bedanken mussten und lobten ihren schweigenden Torwart umso lauter. Marko Grgić, der erstmals im Turnier ebenfalls eine starke Leistung zeigte und nach seiner Hereinnahme zur zweiten Halbzeit sieben Tore beisteuerte, sagte: „Danke an Andi. Wahnsinn, wie oft der uns den Arsch rettet. Das muss man einfach sagen, dass wir dank ihm heute gewonnen haben.“ Auch Rune Dahmke bekundete: „Wenn wir ehrlich sind: Hätten wir Andi heute nicht gehabt, sieht das am Ende anders aus“ und ergänzte: „Hätten wir Andi nicht gehabt, dann hätten wir auf jeden Fall in der ersten Halbzeit mit einem ganz anderen Ergebnis dagestanden. Auch in der zweiten Hälfte hält er fast jeden freien Ball. 22 Paraden und du gewinnst mit zwei. Das war schon überragend.“

Renārs Uščins bezeichnete die Leistung des Torwarts schlicht als „Wahnsinn“ und beschrieb seine Emotionen auf der Platte folgendermaßen: „Man denkt, okay, jetzt macht Norwegen doch das Tor, und dann steht er da wieder. Sowas hat man selten gesehen. Es war so unglaublich.“ Julian Köster schlug in eine ähnliche Kerbe: „Immer, wenn man denkt, man hat schon wahnsinnige Leistungen von Andi gesehen, dann überbietet der das nochmal. Das ist schon verrückt.“ Bundestrainer Gíslason kramte eine Statistik heraus, um Wolffs „phänomenale“ Leistung zu beschreiben: „Er hat 22 Bälle gehalten. Ich glaube mehr als zwei Drittel dieser Bälle waren allein mit einem Mann vor sich.“

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