Regeln nun modifiziert
So will die Formel 1 die Fahrerproteste beenden
23.04.2026 – 17:30 UhrLesedauer: 3 Min.

Die Formel 1 möchte mit Anpassungen der neuen Regeln die Probleme im Kontext der neuen Motoren beheben. Doch wird das auch funktionieren?
Zwangspause, produktiv genutzt: Durch die wegen des Iran-Kriegs abgesagten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien muss die Formel 1 aktuell einen ganzen Monat pausieren. Doch für die Chefs der Rennserie, die Regelhüter des internationalen Automobilverbandes Fia und die Teams bedeutete die Pause keinesfalls Urlaub. Vielmehr mussten die Verantwortlichen nach nur drei absolvierten Rennen die Saisonunterbrechung nutzen, um an dem erst zu Jahresbeginn eingeführten Regelwerk wieder zu schrauben.
Kern des Ärgers sind die neuen Antriebseinheiten. Diese beziehen ihre Energie beinahe zur Hälfte aus einem Elektromotor. Das zwingt die Fahrer zum konstanten Haushalten mit der Batterie, selbst während einer einzelnen Runde. Die Klagen der Piloten waren zahlreich. Vierfach-Champion Max Verstappen schwang sich zum Chefkritiker auf, bezeichnete das Rennfahren mit den Autos etwa als „Anti-Racing“, auch Weltmeister Lando Norris bekundete, ihm „schmerzt die Seele“. Die Formel 1 war in ihrer Pause zum Handeln gezwungen. Nun hat sie erste Maßnahmen vorgelegt.
Besonders viel Kritik entzündete sich am Qualifying mit den neuen Autos. In der Qualifikation, die die Startreihenfolge für die Rennen bestimmt, jagen die Fahrer die schnellste Rundenzeit. Für Fans und Fahrer war dies stets ein Highlight, da die Fahrer ihre Fahrzeuge am absoluten Limit bewegen mussten. Wenig Sprit und damit Gewicht, kein Reifenmanagement, kein Batteriemanagement – stattdessen einfach Vollgas. Und dann kamen die neuen Regeln.
Mit den neuen Motoren ist das Fahren am absoluten Limit nicht mehr möglich. Die Fahrer müssen schnelle Kurven langsamer nehmen, um Batterieenergie zu sparen, und teils selbst auf den Geraden früher vom Gas gehen, damit sie an anderer Stelle die maximale Elektroleistung zur Verfügung haben. Der Ärger bei Fans wie Fahrern war gleichermaßen groß.
Die Formel 1 reagiert nun. Die Lösung soll darin liegen, dass die Motoren pro Runde künftig weniger elektrische Energie aufladen dürfen. Damit müssen sie seltener in den Lademodus, die Fahrer können häufiger und länger Gas geben. Der Nachteil: Insgesamt werden die Autos dadurch langsamer.











