Angeschlagener Batteriehersteller
Deutsche Bank will offenbar bei Apple-Lieferant einsteigen
09.06.2026 – 12:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Batteriehersteller Varta ist angeschlagen und hat ein Werk geschlossen. Nun will offenbar die Deutsche Bank einsteigen.
Die Deutsche Bank könnte direkt beim angeschlagenen Batteriehersteller Varta einsteigen. Das Frankfurter Geldhaus und der britische Finanzinvestor Blantyre Capital Limited meldeten beim Bundeskartellamt Pläne zum Erwerb von Minderheitsbeteiligungen von jeweils mehr als 25 Prozent an der Varta AG zur Prüfung an, wie die Bonner Wettbewerbshüter am Dienstag auf ihren Internet-Seiten mitteilten.
In Finanzkreisen hieß es, es handele sich bei der Anmeldung zunächst um einen rein technischen Schritt. Sollte die Restrukturierung Vartas nicht greifen, müssten die Gläubiger Vartas ihre Interessen wahren können, sagte ein Insider der Nachrichtenangentur Reuters. Darauf bereiten sie sich vor. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, um auf Anteile zugreifen zu können, sagte ein weiterer Insider. Die Deutsche Bank, Blantyre und Varta wollten sich nicht äußern.
Varta hatte zuletzt die Produktion von Knopfzellen in Nördlingen nach dem Verlust des wichtigsten Kunden aufgeben müssen. Rund 350 Arbeitsplätze gehen damit verloren. Der Vertrag mit dem – nicht namentlich genannten – Ankerkunden laufe Ende Oktober aus, hatte Varta im Mai erklärt. Varta baut in Nördlingen fast ausschließlich die wiederaufladbaren „CoinPower“-Knopfzellen für die „AirPods“-Kopfhörer von Apple. Diese würden künftig von einem Lieferanten aus China geliefert, hatte ein Insider gesagt. Durch den Schritt müsse das Sanierungskonzept überarbeitet werden, hieß es nun. Aktuell liefen die Verhandlungen der Gläubiger mit Varta weiter, sagte ein weiterer Insider.
Varta war durch einen rasanten Expansionskurs in Schieflage geraten, die Aktien waren 2025 von der Börse genommen worden. Varta gehört dem österreichischen Unternehmer Michael Tojner und dem Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche.











