Protest zieht durch Hamburg
Reeperbahn „nachts kein sicherer Ort“ – große Demo
01.05.2026 – 07:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Rund 950 Menschen demonstrierten in Hamburg gegen Patriarchat und Kapitalismus. Die Teilnehmerzahl übertraf die Erwartungen der Veranstalter deutlich.
Mit einer queer-feministischen Demonstration gegen Kapitalismus und patriarchale Strukturen haben linke Gruppen in Hamburg ihre Aktivitäten rund um den 1. Mai begonnen. Nach Angaben der Polizei zogen rund 950 Menschen – überwiegend Frauen – vom Heiligengeistfeld in Richtung Reeperbahn.
„Es geht vor allem darum, patriarchale Gewalt sichtbar zu machen, aber auch eine ansteigende Queerfeindlichkeit“, sagte Kim Delfi, die zu der Demonstration mit aufgerufen hatte, am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Die Veranstalter betonten, Ziel sei es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Reeperbahn nachts für Frauen und queere Menschen kein sicherer Ort sei.
Die Polizei begleitete den Aufzug mit einem größeren Aufgebot. Die Veranstalter hatten im Vorfeld etwa 500 Teilnehmende erwartet.
Demonstrationen am 1. Mai in Hamburg
In den vergangenen Jahren war es rund um den 1. Mai in Hamburg wiederholt zu Ausschreitungen gekommen. Seit dem von Krawallen geprägten G20-Gipfel 2017 verlaufen die meisten Kundgebungen jedoch überwiegend ruhig.












