Sicher in den Lebensabend
So viel Geld sollten Sie mit 50 für die Rente mindestens sparen
04.04.2026 – 10:13 UhrLesedauer: 3 Min.

Die Bundesregierung hat eine Reform der privaten Altersvorsorge verabschiedet. Doch wie viel Geld sollte man fürs Alter wirklich ansparen? Das kommt an, wann Sie damit anfangen.
Es ist eine der großen Fragen, die sich jede und jeder im Leben einmal stellt: Wird es mir im Ruhestand gut gehen? Dabei geht es auch um die finanzielle Absicherung, die dafür sorgt, dass man den gewohnten Lebensstandard in der Rente halten kann.
Wer eine gesetzliche Rente beziehen wird, sollte sich darauf einstellen, dass sie allein nicht ausreichen wird. Im Schnitt bekommen Rentner und Rentnerinnen 1.100 Euro pro Monat ausgezahlt. Das reicht den meisten Menschen nicht – und soll es auch nicht. In Deutschland ruht die Altersvorsorge auf einem Drei-Säulen-Modell: gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge und private Altersvorsorge.
Doch wie viel Geld sollte man monatlich sparen, um im Alter gut versorgt zu sein? Das kommt natürlich sehr auf die eigene Situation an und kann nicht pauschal beantwortet werden. Es gibt aber ein paar Richtlinien, an denen sich Sparer orientieren können. Der Onlinebroker Freedom24 hat diese für verschiedene Altersgruppen herausgearbeitet. Dabei gingen die Experten von einem Renteneintrittsalter von 65 Jahren aus. Das Geld wird in einen ETF-Sparplan mit einer erwarteten Jahresrendite von sieben Prozent angelegt.
Für 20- bis 30-Jährige: Diese Gruppe hat in der Regel ein geringes Einkommen, dafür aber noch viel Zeit bis zur Rente. Sie kann also Börsenschwankungen besonders gut aushalten. Dominik Mayr, Manager bei Freedom24, empfiehlt daher, alles auf Aktien-ETFs zu setzen. „Selbst 100 bis 200 Euro pro Monat, die im Alter von 22 Jahren angelegt werden, verwandeln sich bei einer jährlichen Rendite von sieben Prozent ohne weiteres Zutun bis zum Alter von 65 Jahren in 47.000 bis 94.000 Euro“, rechnet er vor.
Für 30- bis 40-Jährige: In dieser Lebensphase wächst das Einkommen, dafür steigen aber auch die Ausgaben. Familiengründung und Immobilienkauf machen es oft schwer, noch Geld zur Seite zu legen. Neben ETFs können für Sparer laut Mayr in dieser Altersgruppe Anleihen attraktiv sein. Und natürlich ist die selbstgenutzte Immobilie auch ein wichtiger Baustein in der Altersvorsorge – der Fokus sollte daher auf der Abzahlung dieser Hypothek liegen, bevor man viel Geld zur Seite legt. Trotzdem sollten Sie in dieser Lebensphase die Rente nicht aus dem Blick verlieren: „Dabei sind 300 bis 500 Euro pro Monat als Mindestbetrag für den Aufbau von Rentenkapital ausreichend, wenn man in diesem Alter mit dem Investieren als Altersvorsorge beginnt.“












