
Kreative Zwischennutzung
Das Traditionskino am Sendlinger Tor ist zurück
02.02.2026 – 19:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach 112 Jahren musste das Kino am Sendlinger Tor vergangenes Jahr schließen. Ein Jahr später ist es nun ein Ort der Begegnung – für Kunst, Film und Events.
Sie haben ihr Projekt „Das neue Dings“ genannt und setzen auf auf ein kuratiertes Programm aus verschiedenen kulturellen Perspektiven. Neben Live-Schauspiel und Tanz gibt es dort artistische Performances, bildende Künste, Live-Talks und Live-Musik sowie immersive Lichtshows. Vorerst für drei Monate.
Doch auch der Kinocharakter bleibt erhalten. So lief am vergangenen Freitag (30. Januar) unter dem Motto „Oysters and Movies“ der Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Für ein Ticket wurden 12 Euro fällig – Austern und Champagner gab es gegen einen Aufpreis dazu. Weiter geht es in den kommenden Wochen mit Live-Konzerten und Comedy. Hinter dem Projekt stehen das Künstlerkollektiv „Broke Today“, der Event-Manager Matthias Schlick und der Streamingdienst „Behind the Tree“.
„Das neue Dings“ gastiert noch bis Ende März in dem historischen Kino. Es bleibt abzuwarten, ob die alten Stammkunden zu neuen werden und vor allem, wie es nach März mit der Institution weitergeht.
Der Vorbesitzer, Christoph Preßmar, hatte die Filme in seinem Kino immer gründlich ausgesucht. Das hatte dazu geführt, dass viele Besucher zu Stammkunden wurden, weil sie Vertrauen in seine Auswahl hatten. Auch prominente Persönlichkeiten waren Teil des Repertoires des Kultkinos. „In den 50er- und 60er-Jahren war alles, was Rang und Namen hat, hier“, sagte Preßmar der Münchner Lokalredaktion von t-online vor der Schließung. Später waren dann auch der Regisseur Martin Scorsese und der Dalai Lama für eine Filmpremiere zu Gast.











