CSU-Chef Söder über Aiwanger
„Absolute Tragödie“
Aktualisiert am 05.11.2026 – 00:28 UhrLesedauer: 3 Min.
Hubert Aiwanger sollte in Berlin ein neues Büro der Freien Wähler eröffnen, doch dazu kam es nicht. CSU-Landesgruppenchef Hoffmann erinnert an den Politiker.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Tod von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger bestätigt. „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt. Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern“, erklärte Söder am Mittwochabend. Aiwanger war auch bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Regierungschef.
- Freie-Wähler-Chef Aiwanger im Interview: „Das trifft nicht die Mehrheitsmeinung“
- Bayerns Vize-Regierungschef: Hubert Aiwanger tot in Hotelzimmer gefunden
Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) reagierte ebenfalls mit großer Betroffenheit. „Jetzt im Hotel zu sitzen und verstehen zu müssen, dass Hubert gestorben ist, fühlt sich komplett surreal an. Ich bin fassungslos und traurig, versuche zu funktionieren und wünsche seiner Familie von Herzen Beileid und viel Kraft“, schrieb Mehring auf Instagram.
Wie Mehring berichtete, hatte er Aiwanger noch am Mittag eine SMS geschrieben, weil die beiden Politiker zeitgleich in Berlin waren. Der Inhalt: „ob wir was zusammen Essen wollen“. Als Mehring stattdessen gebeten worden sei, am Nachmittag krankheitsbedingt für Aiwanger einzuspringen, habe er dem Freie-Wähler-Chef eine gute Besserung gewünscht. Mehring sei „quasi von einem Schnupfen“ ausgegangen, schrieb er auf Instagram. „Wir alle verdanken ihm so viel. Ruhe in Frieden, Hubert!“

„Ein Vollblutpolitiker, der Bayern geprägt hat“
Aiwanger war am Mittwoch nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin tot in einem Berliner Hotelzimmer entdeckt worden. Am Nachmittag hätte er bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen. Er habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen, erfuhr die dpa. Später sei er dann nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Aiwanger wurde 55 Jahre alt.
Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hat den überraschend gestorbenen Freie-Wähler-Chef gewürdigt. „Die Nachricht vom plötzlichen Tod Hubert Aiwangers macht traurig und betroffen“, schrieb Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden. Hubert Aiwanger war streitbar, aber unbestreitbar ein Vollblutpolitiker, der Bayern geprägt hat.“

Özdemir: „Bestürzt mich sehr“
Die Freien Wähler haben schockiert auf den Tod ihres Chefs reagiert. „Tief bestürzt, mit unendlich tiefer Trauer und Entsetzen müssen wir akzeptieren, dass unser Hubert Aiwanger viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde“, erklärte Landtagsfraktionschef Florian Streibl am späten Mittwochabend in München. „Bayern wird ohne ihn ein anderes sein.“











