Deutsche Eisschnelllauf-Legende
Claudia Pechstein offen für Rolle in Merz-Regierung
30.08.2026 – 17:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Posten als Sportstaatsministerin ist seit dem Aus von Christiane Schenderlein unbesetzt. Claudia Pechstein wäre offen dafür, ihre Nachfolgerin zu werden.
Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat sich offen für einen Wechsel in die Sportpolitik gezeigt. Einem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz über das vakante Amt der Sportstaatsministerin würde sie sich „selbstverständlich nicht verschließen“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Seit dem 1. August ist Pechstein als Eisschnelllauf-Bundestrainerin tätig.
Das Amt der Sportstaatsministerin ist seit Ende Juli unbesetzt. Christiane Schenderlein (CDU) musste das neu geschaffene Ministerium nach nur 14 Monaten verlassen. Merz hat die Nachfolge bislang offengelassen. Pechstein könnte sich vorstellen, den Posten zu übernehmen.
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„Wenn der Bundeskanzler der Überzeugung ist, dass jemand wie ich den deutschen Sport auf politischer Ebene nach vorn bringen kann, dann würde ich mich einem solchen Gespräch selbstverständlich nicht verschließen“, sagte sie. Es wäre nicht ihr erster Versuch in der Politik. 2021 hatte Pechstein für die CDU kandidiert, scheiterte aber als Direktkandidatin im Berliner Wahlkreis Treptow-Köpenick.
Wirbel um Beziehung mit Eisschnelllauf-Chef
Die deutsche Eisschnelllauf-Bundestrainerin will unabhängig von der Aufgabe die deutsche Olympia-Bilanz verbessern. Bei den Winterspielen in Mailand holte das deutsche Eisschnelllauf-Team keine Medaille. Dafür gab es Streit zwischen dem damaligen Trainer Alexis Contin und Athlet Fridtjof Petzold, der öffentlich ein gestörtes Verhältnis zu ihm angeprangert hatte.

Für den deutschen Eisschnelllauf-Sport waren es die vierten Spiele ohne Medaille in Serie. Bei der sogenannten Potenzialanalyse (Potas) schnitten die deutschen Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer schwach ab. Mit Potas sollen die Fördergelder des Bundes stärker anhand von Medaillenchancen verteilt werden. Der Bereich Männer belegte unter 38 Disziplingruppen den 23. Platz, der Bereich Frauen den 26. Rang.
Pechstein ist die Lebensgefährtin von DESG-Präsident Matthias Große. Die von ihm geführte Verbandsführung steht wegen einer geplanten Strukturreform in der Kritik. Vorwürfe der Vetternwirtschaft lässt Pechstein an sich abprallen. Sie sagte: „Es gibt die, die sagen: ‚Mensch, klasse‘ und es gibt die, die was dagegen haben, egal was wir tun. Doch die sollten mal lieber vor ihrer eigenen Haustür kehren.“











