Erhöhte Sonnenaktivität
Chance auf Polarlichter steigt – das sollten Sie wissen
02.07.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine massive Sonneneruption könnte in der Nacht zum Samstag zu Polarlichtern am Nachthimmel führen. Das Ereignis könnte jedoch auch weniger schöne Auswirkungen haben.
Ein Sonnensturm ist in Richtung Erde unterwegs. Das meldet die US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und warnt gleichzeitig vor dem Ereignis, das am 3. Juli erwartet wird. Demnach könne sich der Sonnensturm auf die „technische Infrastruktur“ auf der Erde auswirken.
Was bedeutet das? Die Sonnenpartikel können, wenn sie auf das Erdmagnetfeld treffen, Satellitenausfälle, Stromnetzschwankungen und Störungen des Funk- und Flugverkehrs verursachen. Im November vergangenen Jahres hatte ein Sonnensturm die Flugsteuerungssoftware einer Airbus-Maschine gestört, sodass der Hersteller bei Tausenden Fliegern nachbessern musste.
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Laut NOAA ist bislang nicht ganz klar, ob der Sonnensturm direkt auf das Magnetfeld der Erde trifft oder dieses nur streift. So oder so rechnet die Behörde diesmal mit eher geringen Folgen für die Technik.
Polarlichter möglich?
Dennoch könnte das Ereignis für Himmelsbeobachter interessant werden. Laut NOAA könne der Sonnensturm auf der Erde Polarlichter sichtbar werden lassen. Aber auch das ist nicht gesichert und hängt ebenfalls davon ab, mit welcher Intensität und aus welcher Richtung die Sonnenpartikel auf die Erde treffen.

Vorausgegangen war dem Sonnensturm am 30. Juni ein sogenannter Flare (auf Deutsch: Aufleuchten) der Klasse X1.1. Das X steht für die höchste Flare-Kategorie, bei der es zu einem Ausbruch gewaltiger Energiemengen auf der Sonnenoberfläche kommt.
Begleitet wurde der Flare von einem koronalen Massenauswurf, bei dem eine riesige Wolke aus Plasmateilchen von der Sonne ins All geschleudert wird. Treffen diese Teilchen auf das Magnetfeld der Erde, kann es zu Polarlichtern und technischen Ausfällen kommen.
Funkstörungen bereits am Dienstag aufgetreten
Der Flare selbst wurde bereits am 30. Juni registriert und die dabei freigesetzte Röntgenstrahlung erreichte innerhalb weniger Minuten die Erde, wo sie bereits für Funkstörungen sorgte, wie die Seite space.com berichtet.
Betroffen gewesen seien etwa Besitzer von Hochfrequenzradios, „die während der stärksten Phase des Ausbruchs vorübergehende Signalverschlechterungen oder kurzzeitige Kommunikationsausfälle erlebten“, heißt es.












