Sachsen-Anhalt
CDU-Kampfansage an die AfD nach schlechter Umfrage
07.05.2026 – 13:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer regiert Sachsen-Anhalt zukünftig? Darum geht es bei der Wahl Anfang September. Die CDU will sich nicht mit dem Führungsanspruch der AfD im Land abfinden.
Der Chef der CDU-Landesgruppe Sachsen-Anhalt im Bundestag, Sepp Müller, hat die schlechte Umfragelage im Land mit einer Kampfansage an die AfD beantwortet. „Den Kampf um jede Wählerstimme führen wir jetzt mit aller Kraft“, sagte Müller t-online. „Die Richtung ist klar: Während die AfD nur einfache Lösungen auf komplexe Probleme anbietet, haben wir einen echten Gestaltungsanspruch.“ Davon werde man die Wähler überzeugen. „Die Menschen in Sachsen-Anhalt wollen Stabilität und Verlässlichkeit.“
Im Vergleich zur letzten Infratest-Umfrage aus dem vergangenen September legte die AfD um 2 Prozentpunkte zu. Hinter der zweitplatzierten CDU (minus 1 Prozent) folgen Linke (12 Prozent) und SPD (7 Prozent). Grüne und BSW liegen bei jeweils 4 Prozent, sie würden damit wie die bislang mitregierende FDP den Einzug in den Landtag verpassen.
Eine absolute Mehrheit hätte die AfD trotz des großen Abstands laut der Umfrage nicht. CDU, SPD, Linke und Grüne schließen eine Koalition mit der AfD aus. Sie wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.
Bei der Frage, wer die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen CDU (44 Prozent) und AfD (43 Prozent) nahezu gleichauf. Würde der Ministerpräsident direkt gewählt, läge Amtsinhaber Sven Schulze (CDU) mit 36 Prozent vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (32 Prozent).
Der CDU-Spitzenkandidat und aktuelle Ministerpräsident Sven Schulze macht auch die Bundesregierung für die miesen Werte verantwortlich. „Die Menschen hier sind unzufrieden mit dem, was sie aus Berlin bekommen und ich bin es ehrlich gesagt auch“, sagte Schulze dem MDR. „Noch nie haben schlechte Werte der Bundesregierung so starke Auswirkungen auf eine Landtagswahlumfrage gehabt, wie wir es im Moment erleben.“ Es sei jetzt wichtig, den Menschen zu sagen, dass es bei der Wahl in Sachsen-Anhalt nicht um einen Denkzettel für die Bundesregierung gehe.











