Designierter Bundestrainer

Klopp setzte sich fürs Weitermachen von Völler ein

07.07.2026 – 23:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Jürgen Klopp bat Rudi Völler in einem Telefonat darum, als DFB-Sportdirektor weiterzumachen. (Archivbild) (Quelle: Tom Weller/dpa/dpa-bilder)

Jürgen Klopp begründet öffentlich, warum er Rudi Völler persönlich kontaktiert hat – mit einem klaren Argument, das seine eigenen Grenzen benennt.

Als designierter Bundestrainer hat Jürgen Klopp erklärt, warum er Rudi Völler persönlich darum gebeten hat, als DFB-Sportdirektor weiterzumachen. Sein Argument: Er selbst habe keinerlei Erfahrung mit Nationalmannschaften – weder als Spieler noch als Trainer.

Bei MagentaTV sagte Klopp: „Wenn es so kommen sollte, wäre es ja total hilfreich, jemanden da zu haben, der die Abläufe kennt. Rudi mit seiner Fußball-Erfahrung, aber vor allem auch mit seiner langjährigen Arbeit im Verband. Während ich ja, wenn ich es werden würde, keinerlei Erfahrung habe. Ich habe weder Nationalmannschaft gespielt, noch irgendwann mal eine trainiert.“

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Hintergrund ist der Rücktritt von Julian Nagelsmann. Nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay war der frühere Bundestrainer unter großem öffentlichem Druck zurückgetreten. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool gilt seither als Wunschkandidat des DFB. Der 66 Jahre alte Völler hatte sich zunächst Bedenkzeit erbeten.

Im Video | Klopp verteilt „Ohrfeige“

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Quelle: MagentaTV

Klopp spricht über Telefonat mit Rudi Völler

Den entscheidenden Schritt machte Klopp mit einem direkten Anruf. Er sagte bei MagentaTV: „Wenn man dann liest, dass darüber nachgedacht wird, ob Rudi Völler mit mir kann im Fall des Falles, fand ich schon, dass es mal gut ist, dass wir mal miteinander direkt sprechen. Und da habe ich ihm gesagt: Also, an mir würde es nicht scheitern.“ Völler zufolge fand das Telefonat am Samstag statt.

Nach weiteren Gesprächen – unter anderem mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff – entschied sich Völler fürs Weitermachen. In einer Medienrunde mit „Bild“, „Frankfurter Rundschau“, der „Funke Mediengruppe“, „Kicker“ und „Süddeutscher Zeitung“ in Frankfurt am Main sagte Völler: „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass es am Ende auch funktionieren kann und wird.“

Klopp ist beim österreichischen Getränkekonzern Red Bull noch bis 2029 als „Head of Global Soccer“ vertraglich gebunden. Auf seine Arbeitsweise angesprochen, verwies er auf frühere Stationen: „Ich war lange bei Vereinen und mir war nie nur die erste Mannschaft wichtig“, sagte Klopp. „Das eine ist das nächste Spiel, das andere ist die Zukunft der kompletten Nummer. Um etwas zu verändern, muss man erstmal wissen, was wirklich passiert. Ich habe ja gar keine Ahnung, was passiert. Wer auch immer dahin kommt, muss sich das angucken.“

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