BKA fahndete seit Jahren
Bruder führt Polizei zu Top-Drogenboss
01.09.2026 – 14:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Mann gilt als Kampfsport-Experte mit besonderen Kenntnissen im Boxen und in Mixed Martial Arts. In der Türkei hatte er einen speziellen Kurs absolviert, wie man der Polizei entkommt.
Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben im andalusischen Málaga den meistgesuchten Drogenschmuggler Deutschlands festgenommen. Beamten der Policía Nacional sei der Fahndungserfolg in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BKA) gelungen, teilte das spanische Innenministerium am Dienstag mit.
Die Festnahme des Verdächtigen erfolgte demnach bereits am 24. August. Nach dem Mann war per europäischem Haftbefehl gefahndet worden. Laut Innenministerium befand er sich seit fünf Jahren auf der Flucht.
Er soll der Boss einer Organisation gewesen sein, die große Mengen an Betäubungsmitteln nach Deutschland schmuggelte. Vorgeworfen wird ihm sowohl Drogenhandel als auch die Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Bruder führt Polizei zu Deutschlands meistgesuchtem Drogenboss
In Spanien begannen die Ermittlungen gegen den Mann im Jahr 2025. Es habe Hinweise darauf gegeben, dass sich der Verdächtige im Land aufhielt: Seine Organisation habe dort ein Lager unterhalten, von dem aus die Drogen per Lkw über Frankreich nach Deutschland gebracht worden seien.
Die Fahndung sei durch die Vorsichtsmaßnahmen erschwert worden, die der Mann ergriffen habe, teilte das spanische Innenministerium weiter mit. Der Kampfsport-Experte mit Kenntnissen im Boxen und in Mixed Martial Arts habe alle zwei Wochen seine Telefonnummer und alle drei Monate seine Identität gewechselt. Zudem habe er in der Vergangenheit einen Kurs für Cybersicherheit in der Türkei absolviert, um im Internet keine Spuren zu hinterlassen und eine Ortung von Ermittlern über Betriebssysteme, Geräte und soziale Netzwerke zu verhindern.
Dann sei es den Behörden allerdings gelungen, den Bruder des Gesuchten ausfindig zu machen. Nach tagelanger Beschattung an mehreren Orten in Spanien hätten die Ermittler schließlich beobachtet, wie der Flüchtige in Málaga im Auto seines Bruders als Beifahrer mitfuhr – der Zugriff erfolgte. Das BKA äußerte sich zunächst nicht zu dem Fall.











