„Plötzlicher Adrenalinabsturz“
Prinz Harry spricht über seine Depression
09.10.2026 – 14:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit Frau und Kind reiste Prinz Harry vor einigen Jahren nach Kanada. Was ihn dort erwartete, hat er nun erstmals öffentlich beschrieben.
2019 hatten Prinz Harry und Herzogin Meghan Großbritannien verlassen und einige Monate in Kanada verbracht, als ihr Sohn Archie noch ein Baby war. Er habe mit seiner kleinen Familie die Reise angetreten, „um etwas Abstand von allem zu bekommen“ – von der britischen Königsfamilie in seiner Heimat. Jetzt hat der 42-Jährige erzählt, was kurz nach der Ankunft in Kanada passierte.
In einem Online-Kurs zum Thema Trauer hat Harry verraten, dass er unter einer Depression litt. Das berichten internationale Medien wie „The Telegraph“ und „People“. Auslöser sei der abrupte Wechsel zwischen seinem stressigen Alltag und Entspannung gewesen.
Prinz Harry erlebte „Adrenalinabsturz“
Harry erzählte, er sei rund zwei Wochen kaum handlungsfähig gewesen. „Als ich in Kanada war, fern von der stressigen Umgebung, in der mein Körper vermutlich geradezu mit Adrenalin vollgepumpt worden war, erlebte ich innerhalb von zwei oder drei Tagen diesen Adrenalinabsturz– etwas, das ich noch nie zuvor erlebt hatte“, sagte der Sohn von König Charles III. und jüngere Bruder von Prinz William.
Auf dem Weg zur Arbeit hatte Prinz Harry Panikattacken
Auch über seine Zeit als arbeitendes Mitglied der Königsfamilie sprach Harry. Schon Alltägliches habe sich bedrohlich angefühlt: „Mir wurde allmählich klar, dass ich völlig erschöpft war: Schon ein einfaches Hemd anzuziehen – wenn der Kragen am Hals saß – fühlte sich buchstäblich an, als würde ich ersticken. Und sogar auf der Autofahrt zur Arbeit bekam ich Panikattacken“, schilderte er.

Seinen Militäreinsatz in Afghanistan ordnete Harry als Auslöser für andere, tiefer liegende Traumata ein, nicht als deren eigentliche Ursache. Sein Beitritt in die Armee mit 20 Jahren sei eine „perfekte Ablenkung“ von der Trauer um seine Mutter, Prinzessin Diana, gewesen. „Lady Di“ starb 1997 bei einem Autounfall in Paris; Harry war damals zwölf Jahre alt.
Privat habe er sich zudem eine klare Regel gesetzt: Prinz Harry sei nie länger als zehn Tage von Meghan und den Kindern Archie und Lilibet getrennt.
Die Familie lebt inzwischen wieder in Großbritannien. Die Sussexes kehrten im Sommer 2026 nach sechs Jahren in den USA zurück. König Charles III. stellte anschließend klar, dass Harry und Meghan als „Privatpersonen mit geschäftlichen und gemeinnützigen Interessen“ in Großbritannien leben, nicht als „arbeitende Royals“.












