„Unterstützung des Feindes“
Ex-Bayern-Star Karimi: Iran beschlagnahmt Besitz
11.05.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Iran beschlagnahmt Immobilien von Ali Karimi – die Behörden werfen dem Ex-Bayern-Profi Staatsverrat vor. Es ist nicht die erste Maßnahme gegen den Regierungskritiker.
Sechs Immobilien hat die iranische Justiz dem früheren Kapitän der iranischen Nationalmannschaft, Ali Karimi, weggenommen. Der Ex-Bayern-Spieler lebt seit 2022 im Exil und hat in den vergangenen Jahren wiederholt Proteste gegen die Machthaber in Teheran unterstützt.
Die Justiz-Nachrichtenagentur „Misan“ berichtete am Montag, zwei Gewerbe- und vier Wohnimmobilien seien „identifiziert und auf gerichtliche Anweisung beschlagnahmt worden“. Zur Begründung hieß es, Karimi sei ein „Verräter des Heimatlandes, der seit Jahren umfangreich bei der Unterstützung des Feindes aktiv ist“.
Bereits 2022 klagte die iranische Justiz den früheren Mittelfeldspieler des FC Bayern München in Abwesenheit an. Der Vorwurf: Er habe die Massenproteste nach dem Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini unterstützt. Noch im selben Jahr verließ Karimi den Iran.
Die Justiz hatte seither wiederholt damit gedroht, Besitz von Personen zu beschlagnahmen, die als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuft werden – zuletzt nach einer Protestwelle zum Jahreswechsel und seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel.












