Ausflug zu Museum und Schloss
Unweit von Berlin liegt die „Wiege des Rundfunks“
19.07.2026 – 18:37 UhrLesedauer: 2 Min.
In weniger als einer Stunde erreichen Berliner einen Ort, an dem der Deutsche Rundfunk seine Anfänge hat. In der Nähe steht auch ein historisches Schloss.
Nur knapp 40.000 Menschen leben in dem Ort, der als die „Wiege des Rundfunks“ bekannt ist. Bis heute ist der Funkerberg eine Zeitreise in die Anfänge des Hörfunks. Denn nach ersten Funkversuchen wurde von hier im Dezember 1920 das erste Weihnachtskonzert der Deutschen Reichspost erfolgreich auf Langwelle übertragen.
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Danach wurden um die 210 Meter hohe Sendeantenne große Senderhäuser erbaut, die heute unter Denkmalschutz stehen. Neben dem Sendemast stand bis 1972 auch „Der Dicke“ dort auf dem Gelände. Der frei stehende Mittelturm war ein rund 700 Tonnen schweres Bauwerk, das ständig von Technikern gewartet werden musste.
Orkan: Mittelturm stürzt auf die Seite
Bei der Inbetriebnahme des Mittelturms war er das höchste Bauwerk in Deutschland. Doch im Jahr 1972 kam dann ein jähes Ende des Turms: Im November wütete der Orkan „Quimburga“ über Königs Wusterhausen und dem Funkerberg.

Dem starken Wind war die Konstruktion nicht mehr gewachsen. Augenzeugen berichteten, wie der Mittelturm gegen Mittag erst zu schwingen begann und wenig später wie in Zeitlupe auf die Seite fiel. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.
Nahe Funkerberg: Schloss des „Soldatenkönigs“
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von der Roten Armee besetzt und der „Sender 21“ übernahm das Programm. Bis zum Jahr 1992 war er noch aktiv. Nach der Wende 1990 übernahm die Deutsche Telekom das Gelände und führte den Sendebetrieb bis 1997 weiter. Fast zehn Jahre später, im Jahr 2006, kauft die Stadt Königs Wusterhausen das besondere Gelände.

Heute befindet sich auf dem Funkerberg ein Museum zur Rundfunkgeschichte und historischen technischen Elementen. Zudem steht auf dem Gelände eine Nachbildung des Mittelturms. Unweit des Berges steht auch das Schloss Königs Wusterhausen, das als Residenz von König Friedrich Wilhelm I., bekannt als der „Soldatenkönig“, diente.












