Ferienwechsel und Feiertage
Auf diesen Autobahnen drohen Staus am Wochenende
27.10.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 3 Min.
In mehreren Bundesländern enden die Herbstferien, in Bayern beginnen sie. Dazu kommen regionale Feiertage und über tausend Baustellen.
Die Verkehrsklubs ADAC und ACE rechnen für das Wochenende vom 30. Oktober bis 1. November mit erhöhter Staugefahr auf deutschen Autobahnen. Grund dafür ist ein Ferienwechsel: In sechs Bundesländern enden die Herbstferien, während Bayern als letztes Bundesland in die Ferien startet. Zusätzlich fallen regionale Feiertage in diesen Zeitraum.
Bereits ab Freitagnachmittag ist laut ADAC mit verstärktem Reiseverkehr zu rechnen, vor allem im Süden Deutschlands. Auch der Samstagvormittag dürfte auf vielen Strecken voll werden. Wer in Richtung Norden fährt, muss besonders mit Verzögerungen rechnen. Auf den Routen in Richtung Alpen und weiter in den Süden soll es dagegen weniger voll sein als an den Wochenenden zuvor.
Mehr Verkehr erwartet der ADAC in den Großräumen Berlin, Hamburg, Stuttgart und München sowie in den Regionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main. Auch die Fernstraßen und Nebenstrecken zu den Küsten sind betroffen.
Am Samstag, dem 31. Oktober, ist in mehreren Bundesländern Reformationstag. Am Sonntag, dem 1. November, gilt Allerheiligen in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland als gesetzlicher Feiertag. Hinzu kommen rund 1.100 Baustellen auf deutschen Autobahnen.
Hier ist die Staugefahr am höchsten
Laut ADAC und ACE sind folgende Autobahnen besonders betroffen, oft in beiden Richtungen:
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
- A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
- A4 Aachen – Köln – Olpe sowie Chemnitz – Dresden – Görlitz
- A5 Darmstadt – Heidelberg – Karlsruhe – Basel sowie Kassel – Frankfurt
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
- A45 Gießen – Hagen – Dortmund
- A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
- A99 Autobahnring München
Österreich und Schweiz: Hier wird es voll
Auch jenseits der deutschen Grenze ist mit mehr Verkehr zu rechnen. In Österreich enden ebenfalls die Ferien, sodass zusätzlich viele österreichische Reisende unterwegs sind. Staugefährdet sind dort laut ADAC die A1 (Westautobahn), A9 (Pyhrnautobahn), A10 (Tauernautobahn), A11 (Karawankenautobahn), A12 (Inntalautobahn) und A14 (Rheintal/Walgauautobahn). Auf der A13 zwischen Innsbruck und dem Brenner kommt durch die Sanierung der Lueg-Brücke eine weitere Behinderung hinzu. Auch auf der B179 (Fernpassstraße) und der B197 (Arlbergstraße) sind Verzögerungen möglich.
In der Schweiz sind die A1 zwischen Bern und der österreichischen Grenze, die A2 auf der Gotthard-Route zwischen Basel und Chiasso, die A3 zwischen Basel und Chur sowie die A13 (San-Bernardino-Route) betroffen. Wer durch Italien reist, muss laut ADAC besonders auf der A7/A9 zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua sowie auf der A22 (Brennerautobahn) mit Staus rechnen. Bei der Einreise nach Deutschland kann es zudem aufgrund von Grenzkontrollen zu Wartezeiten kommen.
Neben dem erhöhten Verkehrsaufkommen spielen auch die Witterungsverhältnisse eine Rolle. Regen, Nebel, nasses Laub und erste Bodenfröste können die Sicht einschränken und die Fahrbahn rutschig machen. Das erhöht die Unfallgefahr und kann zu weiteren Staus führen.
Staus umfahren – eine gute Idee?
Der ADAC empfiehlt, auf der Autobahn zu bleiben; nur in den seltensten Fällen lohnt es sich, auf Landstraßen auszuweichen. Auf ihnen bremsen Ausweichverkehr, Ampeln und Ortsdurchfahrten. Um Ortschaften zu entlasten, können Polizei und Behörden zudem kurzfristig Durchfahrtsverbote einrichten. Schon bei stockendem Verkehr sollten Autofahrer eine Rettungsgasse bilden. Der ADAC rät außerdem, etwa alle zwei Stunden eine Pause einzulegen. Wer ein E-Auto fährt, sollte vorab auf der Strecke genügend Halte an Ladepunkten einplanen.









