Ein sogenannter Spacer, eine Art Vorschaltkammer, kann die Anwendung erleichtern. Die Inhalierhilfe wird auf das Mundstück des Asthmasprays aufgesteckt, damit der Sprühstoß in die Kammer gelangt. Dort verlangsamt sich die Wirkstoffwolke, sodass sie ruhig und tief in ein bis drei Zügen eingeatmet werden kann, ohne dass das Auslösen des Sprays und das Einatmen koordiniert werden müssen. Besonders für Kinder, ältere Menschen oder bei Koordinationsproblemen kann ein Spacer ratsam sein.
Gezielte Einweisungen, etwa in spezialisierten Arztpraxen oder in der Apotheke, können Fehler deutlich reduzieren. Wichtig zu wissen: Oft genügt es nicht, die Anwendung eines Inhalationssprays nur einmal zu erklären. Die besten Ergebnisse zeigen sich nach wiederholtem Üben. In einer Studie sank die Fehlanwendung nach mehreren Schulungen von fast 70 Prozent auf unter sechs Prozent.
Ein Hinweis darauf, dass das Asthmaspray möglicherweise nicht richtig angewendet wird, sind zunehmende Beschwerden trotz Behandlung. Werden Notfallsprays mehr als zweimal pro Woche benötigt, ist das ein Warnsignal. Auch nächtliches Aufwachen mit Atemnot, häufige Verschlechterungen der Erkrankung oder das Gefühl, dass das Medikament nicht richtig hilft, sollten ernst genommen werden. In solchen Fällen ist es ratsam, die zunehmenden Beschwerden ärztlich abklären und auch die Anwendungstechnik überprüfen zu lassen.
