Hautkrebs

Zahl der Fälle fast verdoppelt – das steckt dahinter


28.05.2026 – 12:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Ärztin untersucht die Haut eines Patienten (Symbolbild): Hautkrebs ist oft bereits mit bloßem Auge erkennbar. (Quelle: AndreyPopov/getty-images-bilder)

Seit Jahren erhalten immer mehr Menschen die Diagnose Hautkrebs. Auch die Zahl der hautkrebsbedingten Todesfälle steigt weiter. Wie lässt sich gegensteuern?

In deutschen Krankenhäusern sind zuletzt fast doppelt so viele Menschen mit Hautkrebs behandelt worden wie noch vor 20 Jahren. 2024 waren es 120.100 Personen und damit 95 Prozent mehr als 2004, wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Ein Grund ist die alternde Bevölkerung: Das Hautkrebsrisiko steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Zudem werden heute vermutlich deutlich mehr Fälle überhaupt erkannt: Seit 2008 können Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre zum Hautkrebs-Screening gehen.

Screening auf dem Prüfstand

Diese Früherkennungsmaßnahme steht allerdings aktuell auf dem Prüfstand. Der Grund: Die Bundesregierung prüft derzeit die öffentlichen Ausgaben in allen Bereichen, weil das Geld knapp ist. Das Gesundheitsministerium argumentiert, vorliegende Studien lieferten keine zuverlässigen Belege dafür, dass ein flächendeckendes Screening die Sterblichkeit bei Hautkrebs verringert.

Mehr Tote durch Hautkrebs – vor allem Ältere betroffen

Auch die Zahl der Todesfälle durch Hautkrebs hat zugenommen: 4.600 Menschen starben 2024 an Hautkrebs, was dem Statistischen Bundesamt zufolge 65 Prozent mehr waren als noch 20 Jahre zuvor. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Krebstoten in Deutschland insgesamt um rund zehn Prozent. Die Steigerungsrate bei Hautkrebs liegt also deutlich über dem Durchschnitt. Mehr als die Hälfte der 2024 an Hautkrebs Gestorbenen war 80 Jahre oder älter (knapp 53 Prozent).

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Zunahme bei weißem Hautkrebs größer

Von den beiden wichtigsten Arten von Hautkrebs, dem schwarzen und dem weißen Hautkrebs, ist vor allem Letzterer für die zunehmenden Fälle in den Krankenhäusern verantwortlich: Die Zahl der stationär behandelten Menschen mit weißem Hautkrebs ist der Statistik zufolge in dem 20-Jahres-Zeitraum um 117 Prozent gestiegen. Bei schwarzem Hautkrebs waren es rund 42 Prozent mehr Fälle.

UV-Schutz ist entscheidend

Laut dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ist der wichtigste Risikofaktor für fast alle Hautkrebsarten ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung). Daher ist konsequenter Sonnenschutz dringend zu empfehlen. Das bedeutet hauptsächlich, nicht zu lange ungeschützt in die Sonne zu gehen und auch künstliche UV-Strahlung (etwa im Solarium) zu meiden. Bei Aufenthalten im Freien sollte die Haut immer gut abgeschirmt sein, etwa durch Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor.

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