Im Video | Diese Elfmeter brachten das deutsche WM-Aus
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Spieler können nun nicht mehr eine gefühlte Ewigkeit beim Einwurf stehen, provozierend in Zeitlupe bei einer Auswechslung vom Platz schleichen oder minutenlang auf dem Spielfeld behandelt werden, ohne dass es Folgen hat. Und das ist genau richtig so. Ich begrüße es sehr, dass der DFB bereits die Übernahme dieser Änderungen für die kommende Bundesligasaison angekündigt hat.
Aus deutscher Sicht ist jetzt die Frage: Was können wir uns von Spanien und Argentinien abschauen? Was haben diese Mannschaften – abgesehen von überragenden Fußballern –, das der DFB-Elf aktuell fehlt?
Ich habe mir nicht nur die Spiele beider Mannschaften bei dieser WM genau angeschaut, sondern auch danach genau hingehört, was die Spieler sagen, wie sich die Trainer äußern. Und ich wünsche mir und hoffe, dass man da auch beim DFB ganz genau aufgepasst hat.
Dann verzeihen dir auch die Fans
Diese Aufopferung, diese Bereitschaft, alles auf dem Platz zu lassen, dieser unbändige Glaube, ein Spiel auch in der allerletzten Sekunde noch drehen zu können, die Fähigkeit, bis über die Schmerzgrenze hinauszugehen: Besonders bei Argentinien ist das herausragend. Spanien steht für einen gepflegten, anspruchsvollen, auch kreativen Fußball mit einer äußerst stabilen Verteidigung, echten Könnern im Angriff und dann auch noch einem Rodri im Zentrum als Bindeglied dazwischen.

Und wenn du auch nur eine dieser Qualitäten an den Tag legst und die erforderliche Leidenschaft mitbringst, dann verzeihen dir die Fans auch eine Niederlage, ob im Endspiel, im Halbfinale oder sogar früher. Und genau das hat bei den teils etwas blutleeren Auftritten der DFB-Elf gefehlt.
Der Weg der deutschen Nationalmannschaft führt bekanntermaßen nur über einen Umbau. Der kommende Bundestrainer – ob nun Jürgen Klopp oder doch ein anderer – muss unbedingt und kompromisslos auf junge, gierige, hungrige Spieler setzen, die sowohl etwas erreichen wollen, als auch das Publikum begeistern und auf ihre Seite ziehen können. Ganz ohne etablierte Kräfte geht das natürlich nicht, gerade einen Joshua Kimmich sehe ich da in der Pflicht, auch als Kapitän künftig noch mehr voranzugehen. Wenn du dich nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste hinstellst und die Leistung der eigenen Mannschaft kritisierst, dann sage ich: Du als Führungsspieler bist doch mit dafür verantwortlich, das zu ändern. Und das erwarte ich von ihm künftig.












