„Das war der Wahnsinn“
Anwohner erleben dramatische Stunden – und werden zu Helfern
14.08.2026 – 11:50 UhrLesedauer: 4 Min.

In der Nordeifel brennt es – auf einem Gebiet von rund 420 Fußballfeldern. Anwohner werden evakuiert, andere werden zu Helfern in der Not. Was sie berichten.
Das beschauliche Hürtgenwald, eine kleine Nordeifel-Gemeinde nicht weit von der belgischen Grenze, ist über Nacht in den Ausnahmezustand geraten. Mehrere hundert Hektar Wald, so groß wie 420 Fußballfelder, standen dort zwischenzeitlich im Brand.
Die Feuerwehr ist am Freitagmittag weiter im Großeinsatz, aus dem ganzen Land kommen Hilfskräfte hinzu – die Bundeswehr schickt Löschflugzeuge aus Niedersachsen. Am Freitagmorgen musste dann der Ortsteil Gey evakuiert – rund 2.000 Menschen mussten aus ihren Häusern, konnten nur das Nötigste mitnehmen.
- Newsblog zur Lage in Hürtgenwald: Explosionen sind zu hören
Drohnen-Aufnahmen zeigen Ausmaß der Brände in der Nacht
Der Filmemacher Stefan Hase lebt seit sechs Jahren in Hürtgenwald-Kleinhau – nicht weit vom evakuierten Gey. Die Flammen der Waldbrände konnte er in der Nacht gut sehen, und griff zur Technik. Hase hat seine hochspezialisierte Drohne zu den Bränden fliegen lassen und spektakuläre Aufnahmen von den Flammen machen können. Mit seinen Videos will er die Anwohner informieren.
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Der Aachener Lokalredaktion von t-online sagt er: „Die Leute hatten Sorge, wo das Feuer hinzieht – sie sind gestresst.“ Ganz entspannt ist die Lage, wenn auch rund fünf Kilometer von dem Brand entfernt, auch für ihn nicht: „Wir sitzen hier praktisch auf gepackten Koffern und hoffen, dass der Wind sich nicht dreht. Das müssen wir jetzt im Auge behalten.“
Helfer in der Nacht: „Das war Wahnsinn. Noch nie erlebt so was“

Ähnliches erlebte Patrick Koch, der in der Nacht mit einem Traktor Löschwasser aus einer Talsperre zur Feuerwehr brachte. Der 31-Jährige, der für ein Tiefbauunternehmen arbeitet, sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Das war Wahnsinn. Noch nie erlebt so was. Und auch nie damit gerechnet, dass das hier direkt bei uns vor der Tür ist.“
Überall habe er Glutnester und viele Flammen gesehen, der Rauch habe die Sicht eingeschränkt. Sein Fazit: „Man macht einfach seine Arbeit und versucht zu helfen. Man will ja auch seine Heimat irgendwie retten.“












