Neue große Umfrage zeigt
Ein Thema beschäftigt E-Auto-Fahrer auch nach dem Kauf
03.09.2026 – 11:06 UhrLesedauer: 4 Min.
Reichweite, Laden, Kosten: Vor dem Kauf eines E-Autos gibt es einige Bedenken. Eine Umfrage zeigt, welche davon im Alltag verschwinden und welche Herausforderung bleibt.
Der Kauf eines Elektroautos ist für viele Autofahrer mit Fragen verbunden. Wie weit komme ich im Alltag? Wie gut funktioniert das Laden? Und wie hoch fallen die Kosten tatsächlich aus? Ob solche Bedenken nach dem Umstieg bestehen bleiben, zeigt sich allerdings erst im täglichen Umgang mit dem Auto.
Die große Mehrheit der E-Auto-Fahrer würde sich zumindest wieder für einen Stromer entscheiden: 94 Prozent antworten mit „ja, auf jeden Fall“ oder „eher ja“. Das zeigt eine Umfrage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter 1.009 E-Auto-Fahrern. Zwei Drittel sind sich bei ihrer Entscheidung sogar sicher.
Interessant ist allerdings nicht nur, wie die Fahrer ihr Elektroauto heute beurteilen. Die Befragung zeigt auch, welche Gedanken sie sich vor dem Kauf gemacht haben und wie sie dieselben Punkte mit ihrer heutigen Erfahrung einschätzen. Dabei verschieben sich die Probleme deutlich.
Reichweite verliert nach dem Kauf ihren Schrecken
Vor der Kaufentscheidung stand die Reichweite ganz oben auf der Liste. 66 Prozent der Teilnehmer beschäftigte die Frage, wie weit sie mit einem Elektroauto kommen. Dahinter folgte das Laden zu Hause mit 57 Prozent. Jeweils 48 Prozent machten sich Gedanken über die Betriebs- und die Anschaffungskosten.
Auch die öffentliche Ladeinfrastruktur spielte eine Rolle. 39 Prozent beschäftigte die Verfügbarkeit öffentlicher Ladesäulen, 35 Prozent deren Anzahl. Für 34 Prozent war das Bezahlen an der Ladesäule ein Thema.

Nach dem Kauf sieht die Welt für viele Fahrer anders aus. Von denjenigen, die sich zuvor mit der Reichweite beschäftigt hatten, bezeichnen heute nur noch 3 Prozent diese als großes Problem. Die Reichweitenangst spielt also kaum noch eine Rolle. Beim Laden zu Hause sind es 2 Prozent, bei den Betriebskosten 1 Prozent. Auch die Verfügbarkeit öffentlicher Ladesäulen wird nur noch von 5 Prozent als großes Problem eingestuft.
Ein anderes Thema hält sich dagegen hartnäckiger: der Wertverlust. Zwar beschäftigte er vor dem Kauf lediglich 18 Prozent der Befragten. Von dieser Gruppe sehen ihn heute jedoch 15 Prozent als großes und weitere 24 Prozent als kleines Problem. Damit sticht der Wertverlust in der Gegenüberstellung deutlich hervor. Auch die Lieferzeiten relevanter E-Auto-Modelle beschäftigen einen Teil der Fahrer weiterhin. 7 Prozent derjenigen, für die das Thema bereits beim Kauf eine Rolle spielte, bewerten sie heute als großes Problem, weitere 14 Prozent als kleines.
Öffentliche Ladesäulen schneiden besser ab als erwartet
Auch beim öffentlichen Laden fallen die Erfahrungen der Befragten überwiegend positiv aus. 775 der insgesamt 1.009 Befragten nutzen mindestens einen öffentlichen Ladeort. Von ihnen sagen 91 Prozent, dass die vorhandenen Ladepunkte ihre Erwartungen erfüllen oder übertreffen.












